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Zuletzt aktualisiert: 26.02.2011 um 20:16 UhrKommentare

Dancing Star lässt kleine Talente glänzen

Roswitha Wieland, Profi-Dancing-Star der kommenden ORF-Staffel, hat ihre Wurzeln in Leoben und gibt hier Tanzunterricht.

Tanzteam: Gabor Heinemann, Roswitha Wieland und Heike Heinemann mit den beiden Nachwuchstänzern Sophia Bertolo und Mika Heinemann

Foto © SchöberlTanzteam: Gabor Heinemann, Roswitha Wieland und Heike Heinemann mit den beiden Nachwuchstänzern Sophia Bertolo und Mika Heinemann

Ein schmuckloser Saal. Aber voller Bewegung und jugendlicher Frische. Sophia Bertolo und Mika Heinemann, beide neun Jahre alt, tanzen. Cha-Cha-Cha. Voll konzentriert. Mit Begeisterung und Hingabe.

Nun betritt ihre Tanzlehrerin Roswitha Wieland die Tanzfläche. Ihre natürliche Ausstrahlung zieht alle Blicke auf sich. Bühnenpräsenz in vollendeter Form.

Diese wird sie auch ab 11. März unter Beweis stellen, denn Wieland ist eine der Profitänzerinnen bei der neuen ORF-Dancing Stars-Staffel. Sie wird dem Musiker und Sänger James Cottrial die Tür in den Tanzhimmel öffnen. "Wir trainieren schon, und ich muss sagen, es läuft gut. James Cottrial ist super ehrgeizig, und wir passen mit unserer Dynamik auch gut zusammen", schwärmt Wieland. Sie konnte bereits in der türkischen Staffel von Dancing Stars reüssieren und auch in Großbritannien wird sie dabei sein.

Wurzeln

Warum aber tanzt Wieland in Leoben? "Weil ich meine Wurzeln hier habe. Ich bin zwar in Wien geboren, aber mein Vater ist aus Leoben, und ich bin oft in der Montanstadt, um meine Verwandten zu besuchen", erklärt Wieland, die sich selbst als "halbe Leobenerin" bezeichnet und oft das Schifahren auf dem Präbichl genießt. "Ich kenne viele Leute in Leoben und hoffe, dass die Leobener für Cottrial und mich voten." Als Tanzlehrerin in Leoben wurde sie von Gabor Heinemann, bekannt als Präsident des Fußballklubs DSV Leoben, engagiert. Gemeinsam mit seiner Frau Heike hat er vor zweieinhalb Jahren einen Tanzklub gegründet. Etwa 30 Paare tanzen bei "Move Leoben - Das Tanzsportzentrum". "Wir sind keine Tanzschule und wollen auch keine Konkurrenz zu bestehenden Tanzschulen sein. Wir sehen Tanz als Sport und trainieren etwa fünf Stunden pro Woche mit sehr guten Tanzlehrern", erklärt Heinemann. Ziel ist es, bei Turnieren mitzutanzen.

DSV Leoben

Heinemann verfolgt aber ein weiteres Ziel. Er lockt auch die Fußballer des DSV auf das Tanzparkett. "Um die Koordinationsfähigkeit zu verbessern, denn gerade beim Tanzen muss man viele Dinge gleichzeitig mit sehr schnellen Bewegungen koordinieren", meint er. Daher können die Fußballer vom Tanzen profitieren, ist Heinemann überzeugt. Deshalb möchte er Tanztraining bereits bei den Nachwuchsfußballern einfließen lassen.

Dass Kindern Tanzen Spaß bereitet, beweisen Heinemanns Sohn Mika und Sophia Bertolo, die bei ihrem Training mit Tanzlehrerin Roswitha Wieland keine Müdigkeit aufkommen lassen. "Zwei, drei: Cha-cha-cha", skandiert Wieland. "Ja, Mika. Der erste Schritt hat gepasst. Okay. Wir beginnen noch einmal. Nicht auf den Boden schauen, raufschauen und lachen. Ja, sehr gut macht ihr das", ermuntert Wieland die Turniertänzer der Zukunft. Mika und Sophia fegen übers Parkett. Jede Woche trainieren die beiden gemeinsam. Sie wissen , was sie wollen: "Tanzen". Und sie haben schon ihre Lieblingstänze: Mika den Cha-cha-cha und Sophia den Jive.

Förderung

"In Österreich ist es unüblich, dass Kinder so früh mit dem Tanzen beginnen, weil sie kaum gefördert werden. Das ist ein Manko", meint Wieland. Sie unterrichtet in Wien auch an Volksschulen Tanz. "Da ist am meisten herauszuholen", ist sie überzeugt.

"Ich habe mit 14 Jahren noch vor der Schule trainiert", erinnert sich Roswitha Wieland, die unter den Top 30 der Weltrangliste in den lateinamerikanischen Tänzen ist. Trotz ihres enormen Einsatzes beim Tanzen schreibt die 27-Jährige an ihrer Dissertation, denn sie hat ein Studium an der Wirtschaftsuniversität in Wien abgeschlossen. Als zweites Standbein.

ANDREA WALENTA

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