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Zuletzt aktualisiert: 03.02.2011 um 09:02 UhrKommentare

Metall contra Lockenwickler

Gestern schnupperten sieben Mädchen der Polytechnischen Schule Judenburg bei der Voestalpine Donawitz in "Männerberufe" hinein.

Schülerinnen der Polytechnischen Schule Judenburg schnupperten gestern bei der Voestalpine Donawitz

Foto © BirnbaumSchülerinnen der Polytechnischen Schule Judenburg schnupperten gestern bei der Voestalpine Donawitz

Carina Walcher und Stefan Eisner warten in ihren rot-schwarzen Voestalpine Monturen im bfi-Ausbildungszentrum der Voestalpine Donawitz in Leoben auf Gäste - gemeinsam mit Personalentwickler Wolfgang Valenta, Leiter der Lehrlingsausbildung, und Lernbegleiter Werner Masser. Und auch Michaela Strapatsas vom Projekt "Young Professionals", das vom Wirtschaftsressort des Landes finanziert wird, wartet.

Kurz nach neun Uhr ist es so weit. Sieben Mädchen der Polytechnischen Schule Judenburg kommen mit ihrer Lehrerin Michaela Faninger, um mehr über die Ausbildungsmöglichkeiten bei metallverarbeitenden Branchen zu erfahren.

"Es ist ein Phänomen, dass viele Mädchen, die vor der Berufswahl stehen immer noch Friseurin oder Verkäuferin werden wollen. Durch ein solches Hineinschnuppern lernen sie andere Ausbildungsmöglichkeiten kennen. Und zwar von jungen Leuten", erklärt Strapatsas.

Und auch bei den Mädchen aus dem Bezirk Judenburg stehen diese Berufe an erster Stelle. "Ich möchte Friseurin oder Verkäuferin werden. Das stelle ich mir einfach toll vor", erklärt Michelle. Und auch Melissa und Tatjana stimmen ihr zu. Einzig Juliane überlegt. Sie besucht die Metall-Klasse der Polytechnischen Schule. "Anfangs hat mir das Material schon sehr gefallen. Jetzt bin ich unsicher", sagt sie.

Dass Metall das richtige Material ist, wissen Mechatroniker-Lehrling Carina Walcher und Betriebselektriker-Lehrling Stefan Eisner, beide im dritten Lehrjahr, schon genau. "Ich habe diese Berufsentscheidung nie bereut und möchte bei der Voest bleiben", sind beide überzeugt.

Valenta und Masser sind von den 16 Mädchen, die derzeit eine solche gewerbliche Lehre bei der Voest absolvieren, begeistert. Neben der fundierten Berufsausbildung wird auch "nebenbei" einiges geboten. "Wir bieten Outdoortrainings an, aber auch Workshops zur Suchtvorbeugung", erklärt Masser.

Ein wenig schmerzt die beiden, dass steirischen Voest-Lehrlingen kürzlich Nachhilfebedarf attestiert wurde. Von niemand Geringerem als von Voest-Vorstand Wolfgang Eder. Er erklärte, dass in der Steiermark auf Voest-Kosten Lehrlinge Nachhilfe bekämen. "Das ist vielleicht an anderen Standorten so. Bei uns in Leoben sind unsere Lehrlinge wirklich gut und brauchen keine Nachhilfe."

JOHANNA BIRNBAUM

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