Die "Chefin" ist mit ihrem Team zufrieden
Bettina Angerer trifft mit Neuberg in der Staatsmeisterschaft auf die Topteams.
EISHOCKEY. Im Sport in einer Mannschaft zum Kapitän gewählt zu werden, ist eine große Ehre. Nicht immer wird man dem entgegengebrachten Vertrauen auch gerecht. Im Falle Bettina Angerers hätte es gar nicht besser laufen können. In ihrer ersten Saison als "Chefin" der Neuberg Highlanders holte ihr Team gleich den DEBL-Titel und wurde österreichischer Meister - zum ersten Mal in der Klubgeschichte. "Das ist der Lohn für eine harte Saison und viel Training. Ich denke, wir können stolz auf uns sein", meint die 19-jährige Maturantin.
Noch ist die Saison für Neuberg aber nicht zu Ende. "Ganz im Gegenteil, jetzt geht es erst richtig los", meint die Leobenerin. Die Staatsmeisterschaft steht vor der Tür bzw. ist bereits im Gange. In einer Platzierungsrunde geht es jeweils mit Hin- und Rückspielen gegen die Vienna Flyers, die Sabres Wien und die Eagles Salzburg. Zwei Partien haben die Damen bereits hinter sich und fast wäre Angerer und Co. eine Überraschung gelungen: Gegen die Flyers stand es bis zwei Minuten vor Schluss 3:3. Dann gab es leider eine kleine Unachtsamkeit der sonst so sattelfesten Verteidigung um Angerer und Martina Kneß, und die Wiener drückten die Scheibe aus dem Gerangel heraus zum 4:3 über die Linie. Das 5:3 folgte Sekunden vor der Schlusssirene. Gegen die Eagles setzte es tags darauf ein 3:7.
Sabres warten
Schon am kommenden Samstag geht es in die nächste Runde. Ab 17 Uhr sind die Highlanders bei den Sabres in Wien zu Gast und natürlich wieder Außenseiter. Das sieht auch Angerer so: "Da brauchen wir uns nichts vorzumachen." Wie die jüngsten Ergebnisse gezeigt haben, sind die kämpferischen Mürztalerinnen allerdings nicht ganz chancenlos. MARTIN MANDL








