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Zuletzt aktualisiert: 22.01.2011 um 20:16 UhrKommentare

Frischzellenkur für den Stadtteil Donawitz

Heimo Berghold, Stadtbaudirektor von Leoben, über die massive Bautätigkeit in Donawitz und die stetige Umsetzung der Ortsteilerneuerung.

Der Bau der Billa-Filiale für das neue Ortsteilzentrum in der Donawitzer Pestalozzistraße ist schon weit fortgeschritten

Foto © SchöberlDer Bau der Billa-Filiale für das neue Ortsteilzentrum in der Donawitzer Pestalozzistraße ist schon weit fortgeschritten

Fast kein Stein auf dem anderen bleibt derzeit an der Pestalozzistraße in Leoben-Donawitz: Zwischen dem Gebäude, in dem die Post untergebracht ist und der Kirche wird eine moderne Billa-Filiale hochgezogen. Aus dem ehemaligen Seniorenheim vor den Zwanziger-Häusern wird ein Sozialzentrum mit Einheiten für "betreubares" Wohnen. Auch hier sind die Arbeiten schon weit fortgeschritten.

"Einen gesamten Stadtteil zu erneuern, geht nicht von heute auf morgen, sondern nur Schritt für Schritt. Wichtig ist auch die Vorbildwirkung. Wenn einmal an einer Ecke etwas Positives in die Wege geleitet wird, zieht das weitere Initiativen nach sich", betont Heimo Berghold, Stadtbaudirektor von Leoben. Es entstehe eine positive Dynamik. Stadtteilentwicklung sei aber stets ein langfristiger Prozess. Im Fall von Donawitz habe die Revitalisierung des bis dahin Jahrzehnte lang verfallenden Werkshotels die Initialzündung gegeben, so Berghold. Die komplette Neugestaltung der Pestalozzistraße bei den Zwanziger-Häusern sei ein weiterer sehr wichtiger Schritt gewesen. Berghold hebt auch die Aktivitäten der Voestalpine im Bereich Kerpelystraße und der Wohnungsgenossenschaft in der Stahlstraße und der Erzstraße positiv hervor: "Da ist irrsinnig viel geschehen." Auch die Bemühungen, die Kirche in Privatinitiative zu sanieren, lobt Berghold.

Seniorenbetreuung

"Nun wird mit dem Bau eines Sozialzentrums und insgesamt 27 Wohneinheiten für betreubares Wohnen am anderen Ende der Pestalozzistraße ein großes Projekt umgesetzt - sozusagen am anderen Ende der optischen Achse", so der Stadtbaudirektor. Ein Teil des ehemaligen Seniorenheims werde neu gestaltet, ein neuer Trakt wird angebaut. "Im bestehenden Teil werden 15 Wohnungen, im neuen Trakt zwölf Wohnungen Platz finden." Betrieben werden das Sozialzentrum sowie das Projekt "Betreubares Wohnen" von der Volkshilfe Steiermark. Diese betreibt schon jetzt direkt daneben ein großes Seniorenzentrum. "Dadurch werden sich sicher Synergien ergeben", hofft Berghold. Sozialzentrum und Wohneinheiten sollen bis zum Herbst 2011 fertiggestellt sein: "Ich gehe davon aus, dass der Zeitplan halten wird."

Zwischen dem Gebäude an der Pestalozzistraße, in dem die Postfiliale untergebracht ist, und der Kirche wurden zwei alte Häuser abgerissen: Sie wichen einer modernen Billa-Filiale, die dort hochgezogen wird. Ende März soll eröffnet werden. Die veraltete Filiale unter der Tanzschule Glauninger werde geschlossen. "Zwischen dem Kindergarten und der Billa-Filiale kommen Parkplätze. Der verbleibende Freiraum zwischen dem Pfarrhof, der Post, dem Billa und dem Kindergarten soll nach Möglichkeit der finanziellen Mittel neu gestaltet werden. In erster Linie denken wir an Grünanlagen." Die Stadtgemeinde Leoben habe in beiden Fällen eine "aktive Vermittlerrolle" eingenommen, führt Berghold aus. Beim Seniorenwohnprojekt habe die Stadtgemeinde als Grundstücks- und Gebäudeeigentümerin Baurechte an die Ennstaler Genossenschaft vergeben. Im Falle von Billa ist die Stadtgemeinde nicht Grundstückseignerin, als Investor tritt die Mietbau Kärnten auf.

"Als Stadt zu vermitteln, ist besonders wichtig und wir haben immer wieder gezeigt, dass das funktioniert. Dabei ist entscheidend, dass die Politik voll dahintersteht. Und vor allem muss man als Stadt die Initiative ergreifen - wenn man wartet, bis jemand kommt, geschieht nichts." Besonders Vizebürgermeister Maximilian Jäger habe sich als Donawitzer immer wieder für die Belange des Stadtteils eingesetzt.

Postfiliale

Während in Göss der Nahversorger Schuss nach der Schließung der Postfiliale die Agenden eines Postpartners übernommen hat, hat sich am Status quo in Donawitz noch nichts geändert: "Für die Postfiliale in der Pestalozzistraße hat sich nichts geändert. Im Zuge unserer Kooperation mit der Bawag-PSK wird derzeit aber ein Gesamtkonzept für Leoben erhoben", erklärt Andreas Pachler, Pressesprecher der Post AG. Dieses Gesamtkonzept könnte in weiterer Folge auch Änderungen für den Poststandort in Donawitz nach sich ziehen, so Pachler weiter: "Wir versuchen, Bawag-PSK und Postfilialen räumlich zusammen unterzubringen, wo das für die Kunden sinnvoll und wo es machbar ist."

Es sei möglich, dass neue Standorte gefunden werden, wo Filialen der Bawag-PSK und der Post unter einem Dach zusammengebracht werden.

ANDREAS SCHÖBERL

Kommentar

ANDREAS SCHÖBERLAm Drücker von ANDREAS SCHÖBERL

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