Der Song Contest als Chance 2011
Weiß-grüne Frauenpower als Kampfansage an Song-Contest-Titelverteidigerin Lena: Fünf Steirerinnen wollen sich ab Montag im Österreich-Vorentscheid für Düsseldorf qualifizieren.

Foto © Fuchs/KK/Tuma
Man kann dort nur verlieren", hat Michelle Luttenberger noch vor wenigen Wochen zum Thema Song Contest gesagt. Das Risiko, eine Karriere zu zerstören, sei einfach zu hoch, denn: "Wenn man auf einem der letzten Plätze landet, dann ist man der Depp von Österreich!" Nun denn: Mit ihrer Duo-Partnerin Chrissi Klug will sie sich doch auf die Gefahr einlassen, erst einmal muss freilich der rot-weiß-rote Vorentscheid zum Song Contest in Düsseldorf geschafft werden. Die Plattenfirma rechnet ganz sicher damit, dass Luttenberger*Klug unter den 30 Kandidaten sind, über die ab 3. Jänner den ganzen Monat lang per SMS-Voting abgestimmt werden kann (Ablauf siehe Infobox auf der rechten Seite).
Ihr Song heißt "Sternenlichter" und erinnert im Sound etwas an die No Angels - die hatten 2008 beim Song Contest freilich kein Glück (Platz 23). "Sternenlichter" ist zugleich Vorgeschmack auf das dritte Album "Unsere Zeit" das Ende Februar erscheint.
Es sieht so aus, dass gerade die Steirerinnen sich große Konkurrenz machen. Rechnen doch auch die kleine Luttenberger-Schwester Charlee, Eva K. Anderson und Sellyy mit einer Startnummer bei der von ORF und Ö3 gemeinsam organisierten Aktion "Guten Morgen, Düsseldorf - Österreich rockt den Song Contest". Weiß-grüne Frauenpower als Kampfansage an Deutschlands Lena Meyer-Landrut.
Dritte Plätze
Charlee alias Vera Luttenberger, die ihre ersten Bühnenerfahrungen 2005 beim "Kiddy Contest" gesammelt hat (dort erreichte sie Platz drei), will mit dem Titel "Good To Be Bad" nach Düsseldorf.
Ebenfalls einen dritten Platz belegte die Leobnerin Eva. K. Anderson - 2008 beim "Soundcheck"-Wettbewerb von Ö3, woraufhin die Singles "Fortune Teller" und "A Sound of Silence" die Top 10 der heimischen Charts eroberten. Für den mittlerweile 56. Eurovision Song Contest hat sie "I Will Be Here" geschrieben.
Aus der gleichen Produzentenschmiede wie Luttenberger*Klug kommt die Grazerin Sellyy - was man allerdings nicht hört. Hüllt sich die Klosterschülerin doch in Elektrogothic-Klänge mit dunklen, mystischen Themen. Für den Vorentscheid zum Song Contest wurde ihr von Ö3 der Titelsong ihres Debütalbums empfohlen, das Mitte Februar veröffentlicht wird: "Lethargie". Leicht wird es die 18-Jährige, die ihre Inspiration gern auf Friedhöfen holt, damit im Vorentscheid sicher nicht haben. Sellyy spricht ein spezielles Publikum an und begeisterte etwa im Vorprogramm der Österreich-Konzerte von "Unheilig".
Eines ist sicher: Die Kür von Österreichs Stimme(n) wird spannend, die musikalische Bandbreite zeugt von einem bunten Musikland.
Features
So wird gewählt
30 Kandidaten: Sie werden ab 3. Jänner täglich im ?Ö3 Wecker“ vorgestellt. Steckbriefe und Hörproben gibt es ab Montag auch auf der Ö3-Homepage, wo jeder Kandidat mit einer Nummer versehen ist.
Mitstimmen: Mit dieser Nummer kann das Publikum per SMS mitentscheiden, welche zehn Kandidaten es in die ORF-Show (25. Februar) schaffen. Zu 50 Prozent liegt die Entscheidung aber bei einer internen Ö3-Fachjury. Internet: www. oe3.orf.at
Live-TV-Show: Per Televoting wird am 25. Februar Österreichs Starter(in) beim Song Contest gekürt, der von 10. bis 14. Mai in Düsseldorf stattfindet.







