Von Frauen für Frauen
Die Montanstadt ist heute noch fest in schwarzen Bürgermeisterinnenhänden. 40 VP-Bürger- und Vizebürgermeisterinnen tagen im Congress.

Foto © APADorothea Schittenhelm
Nach Eisenstadt und Innsbruck wählte die ÖVP heuer Leoben für ihr bundesweites Bürger- und Vizebürgermeisterinnentreffen. Im Mittelpunkt dieser zweitägigen Zusammenkunft stehen Workshops und Diskussionen zu den Themen politische Arbeit von und für Frauen, Frauenpolitik sowie die soziale Absicherung in der Kommunalpolitik.
Dorothea Schittenhelm, Bundesleiterin der VP-Frauenbewegung, Nationalrätin und Bürgermeisterin von Bisamberg, sieht in diesem Treffen vor allem eine gute Möglichkeit, das Netzwerk weiter auszubauen. "Es gibt unterschiedliche Regionen, ähnlich gelagerte Probleme, aber durchaus andere Lösungsansätze", so Schittenhelm. Es sei wichtig, die Bürger- und Vizebürgermeisterinnen zu motivieren und als Turbo voranzugehen. Ihr Appell an die Frauen: "Mischt euch ein, seid mit dabei."
In Leoben sind etwa 40 Bürgermeisterinnen aus ganz Österreich mit von der Partie. Insgesamt gibt es gegenwärtig bundesweit 74 VP-Bürgermeisterinnen. Vor 2008 waren es 49. Die Zahl der Vizebürgermeisterinnen ist von 166 auf 280 angewachsen. "Das ist immer noch zu wenig, nur ein Sahnehäubchen. Wir wollen starker, schwarzer Kaffee werden", so Schittenhelm. Akzeptanz, Anerkennung und Respekt für die Frauen in der Politik seien zwar da, dafür müsse man aber 150 Prozent an Leistung bringen. Daher sei es auch wichtig, das Umfeld für Frauen in der Politik zu verbessern, damit sie nicht durch diese harte Schule gehen müssen, wie bisher Frauen in politischen Positionen.
Eva Maria Lipp, Leobens Vizebürgermeisterin und Landtagsabgeordnete, freut sich, dass die Tagung in Leoben stattfindet, weil Leoben auch etwas herzuzeigen habe. Auch sie bricht eine Lanze für die Frauen in der Politik, allerdings spricht sie sich mit Nachdruck gegen Quotenfrauen aus. "Es gibt genügend Frauen, die wirklich etwas können", ist Lipp überzeugt.









