Der Weg nach Aalen war eine Sackgasse
Kevin Thonhofer konnte sich in Deutschland bisher aus mehreren Gründen nicht behaupten.
FUSSBALL. Pernegg, Mürzhofen und DSV Leoben. Das waren die Stationen des Mixnitzers Kevin Thonhofer, bevor er sich im Vorjahr in der Casting-Show "Austria's New Football Star" (ANFS) ins Rampenlicht spielte und für höhere Aufgaben empfahl.
Im Juni war es dann soweit: Thonhofer verließ den Regionalligaklub DSV Leoben und unterschrieb beim deutschen Drittligaverein VfR Aalen seinen ersten Profivertrag. Die Freude nach dem Schritt ins Ausland war groß, die Ernüchterung ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Bislang brachte es Thonhofer auf keine einzige Einsatzminute bei den Profis und stand nur ein Mal für die U23 am Platz.
Gründe für die fehlende Einsatzzeit gibt es mehrere: "Gleich nach der Vorbereitung wurde bei mir eine chronische Mandelentzündung festgestellt", erzählt der 22-Jährige. Damit waren die gesundheitlichen Probleme allerdings noch nicht zu Ende. "Nach der Mandel-Operation hatte ich extrem hohe Pulswerte, die Ärzte haben eine Herzklappenentzündung vermutet. Der Verdacht hat sich zum Glück nicht bestätigt. Bis jetzt weiß man noch nicht, woher die erhöhten Werte kommen." Weitere Untersuchungen folgen. In der Zwischenzeit hat der Sohn von Ex-Sturm-Kapitän und Flavia-Trainer Heinz Thonhofer Sportverbot.
Große Konkurrenz
Hinzu kommt, dass Thonhofers bevorzugte Position im defensiven Mittelfeld ist, der Verein mit ihm allerdings als Innenverteidiger plant: "Man hätte mich lieber als Innenverteidiger, da ist die Konkurrenz rund um Kapitän Aytac Sulu aber enorm, der Konkurrenzkampf beinhart." Trotz der Probleme, in der dritten deutschen Liga Fuß zu fassen, zeigt er sich von Aalen begeistert: "Der Verein und das Umfeld sind höchst professionell, das taugt mir schon."
Die Zukunft ist offen
Thonhofers Vertrag in Aalen (derzeit nur auf Platz 14 und in Abstiegsgefahr) läuft bis Sommer 2011. Wie es dann weitergeht, kann er noch nicht sagen: "Jetzt muss ich einmal abwarten, was die Ärzte sagen. Selbst wenn ich mich nicht durchsetzen sollte, kann mir diese Erfahrung keiner mehr nehmen." MARTIN KOHLBACHER









