Lebenshilfe plant Ausbau
Die nächsten Jahre stehen bei der Lebenshilfe Leoben unter dem Zeichen des Ausbaus. Es wird dringend zusätzlicher Platz gebraucht.
Die Verantwortlichen der Lebenshilfe Leoben stehen gegenwärtig mitten in den Planungsarbeiten für einen neuen, wichtigen Zukunftsabschnitt. "Da die Rahmenbedingungen andere geworden sind, müssen auch wir uns den modernen, pädagogischen Erfordernissen anpassen", erklärt Margit Keshmiri, Präsidentin der Lebenshilfe Steiermark und Leobener Obfrau. Man brauche künftig mehr Platz für die Senioren der Lebenshilfe. "Gegenwärtig betreuen wir etwa zehn Senioren", so Keshmiri. Manche seien mit 40 Jahren nicht mehr voll leistungsfähig, andere wiederum noch mit 55 Jahren agil. "Menschen mit Behinderung altern schneller. Teilweise haben wir Klienten, die schon seit 20 oder 30 Jahren bei uns in der Lebenshilfe sind und diese sollen auch bleiben können", erklärt Keshmiri. Man brauche deshalb mehr Platz für Senioren.
Platzmangel
Außerdem hat die Lebenshilfe Leoben vor, die mobilen Dienste auszubauen, wofür ebenfalls mehr Platz gebraucht wird. "Wir sind sowohl, was die Klienten betrifft als auch das Personal gewachsen." Gegenwärtig sind in Leoben 50 Mitarbeiter beschäftigt, die Klientenzahl beläuft sich auf 55. "Wir leiden an akutem Platzmangel, deshalb müssen wir auch zubauen. Wir werden künftig alle Bereiche in der Donawitzer Lorberaustraße fokussieren, weil Donawitz ohnehin belebt werden soll. Das passt auch für uns gut", erklärt Keshmiri. Geplant ist der Ausbau in drei Etappen. "Wir können uns nicht alles auf einmal leisten, deshalb geht es vorerst um die erste und zweite Ausbaustufe. Wir möchten auch neue Dienstleistungen anbieten und unsere Werkstätten kundenfreundlicher gestalten", gibt Keshmiri Einblick in die Pläne. Die erste und zweite Etappe soll bis Mai 2013 erfolgen und wird etwa 1,5 Millionen Euro kosten. "Wir sind sehr sparsam und gehen effizient mit unseren Ressourcen um, auch was das Personal betrifft. Hier gibt es ein sehr gutes Management." Dennoch müsse der Ausbau auch fremdfinanziert werden.
Die Lebenshilfe startet in der Adventzeit auch einen Versuch und bittet Leute, ihre Zeit zu spenden. "Interessierte können sich bei der Lebenshilfe melden, wenn sie beispielsweise mit einem Klienten etwas unternehmen möchten. Spaziergänge, Besuche von Veranstaltungen oder Ähnliches." Und zwar unter Tel. (0 38 42) 24 683. Außerdem hält Keshmiri dienstags und donnerstags von 12 bis 14 Uhr Sprechstunden zu sozialen Fragen ab.








