Eisenerz ohne Maturabälle
Das Innerberger Gewerkschaftshaus ist behördlich nur für 350 Gäste zugelassen. Eisenerzer Maturaklassen weichen nun nach Leoben aus.

Foto © Monsberger/Musterbild
Die Abende des 22. Oktober 2010 und des 21. Jänner 2011 sind für die Maturanten des Bundesoberstufenrealgymnasiums Eisenerz und der Handelsakademie Eisenerz besondere. Da finden die jeweiligen Maturabälle statt.
Heuer werden die Bälle allerdings nicht wie bisher im Innerberger Gewerkschaftshaus stattfinden, sondern müssen nach Leoben ausweichen. Der Grund: Das Gewerkschaftshaus ist nur für 350 Besucher behördlich genehmigt. Vorgaben, die schlichtweg verdrängt worden waren. "Wir hatten heuer beim HAK-Ball Probleme. Die Security hat Alarm geschlagen und Gäste nicht mehr hineingelassen", erzählt Hermann Auernigg, Obmann des Vereins Volkshaus, der den Saal betreibt.
Daraufhin hätte man bei der Gemeinde den Bescheid herausgesucht. Dort war zu lesen, dass die Veranstaltungsräumlichkeiten nur für 350 Leute behördlich genehmigt gewesen waren. "Wir haben die Behörde daraufhin gebeten, alles noch einmal zu überprüfen. Das wurde gemacht, und der Bescheid wurde bestätigt", fährt Auernigg fort. Die Behauptung, die bei der jüngsten Eisenerzer Gemeinderatssitzung aufgetaucht war, es habe beim Innerberger Gewerkschaftshaus nie eine behördliche Abnahme gegeben, weist Bezirkshauptmann Walter Kreutzwiesner vehement zurück: "Der Bescheid stammt aus dem Jahr 1982."
Kein Geld
Um die Genehmigung für Veranstaltungen mit mehr Gästen zu erhalten, müssen nun umfangreiche Sicherungsmaßnahmen im Bereich des Brandschutzes, der Fluchtwege vom ersten Stock ins Freie und auch bei den Türen getätigt werden. "Wir müssen jetzt alle Maßnahmen planen lassen. Das allein kostet 4200 Euro, die wir als Verein noch nicht haben. Erst nach diesen Arbeiten können wir sagen, was alles kostet. Dann werden wir zum Land fahren müssen, weil der Verein kein Geld hat", sagt Auernigg.








