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Zuletzt aktualisiert: 28.09.2010 um 20:17 UhrKommentare

Die Autos gingen in die Knie

Während der Regenfälle präsentierten sich die Baustellen für das Projekt Stadtwärme Leoben als gefährliche Buckelpiste. Die Stellen wurden am Montag wieder ausgebessert.

Als Buckelpiste mit extrem tiefen Schlaglöchern präsentierten sich am Wochenende die Kaiserfeldgasse, die Pestalozzistraße und die Langgasse in Leoben. Der Regen hatte bei den Baustellen für das Projekt Stadtwärme die geschotterten Stellen völlig ausgewaschen. Die Schlaglöcher ließen die Autos reihenweise in die Knie gehen und waren für die Stoßdämpfer eine harte Belastungsprobe.

"Ich habe am Montag in der Früh sofort die Weisung erteilt, dass alle Baustellen abgefahren werden und die Schlaglöcher wieder aufgefüllt werden", erklärt Ronald Schindler, Direktor der Stadtwerke Leoben. Damit solle das Problem behoben sein. "Die Schotterung an diesen Stellen ist an und für sich so gemacht, dass sie den Betrieb unter normalen Umständen gut aushält - auch bei Dauerregen", so Schindler weiter. Probleme mit Schlaglöchern würde nur Starkregen verursachen: "Die Stellen wurden am Freitag fertig geschottert, da war noch nicht abzusehen, dass es so viel regnet."

Fertigstellung

Die Fertigstellung der noch offenen Straßenzüge nach der Verlegung der Rohrleitungen für die Fernwärmeversorgung sei nach wie vor im Zeitplan, versichert Schindler. So sei die Asphaltdecke in der Parkstraße bereits aufgezogen, die Asphaltierung in der Kaiserfeldgasse sei am Laufen. Alle anderen Straßenzüge, wie etwa die Pestalozzistraße, die Grafgasse, die Langgasse und die Fischergasse würden dann sukzessive wiederhergestellt werden. "Das geht relativ schnell, lange dauern die Arbeiten an den Rohrleitungen vorher", meint Schindler. Bevor man die Baugrube verschließen kann, müssen die Rohre befüllt und auf etwa 60 Grad erhitzt werden: "Man muss sich vorstellen, dass im Winter für die Fernwärmeversorgung bis zu 115 Grad heißes Wasser durch die Rohre gepumpt wird. Da kommt es zu Wärmedehnungen, die im Vorhinein ausgeglichen werden müssen." Die Rohre müssten also schon mit einer gewissen durchschnittlichen Vorspannung verlegt werden, um im Vollbetrieb Schäden vermeiden zu können, so Schindler.

Die Bewältigung des Bauabschnitts in der Fischergasse sei eine besondere Herausforderung gewesen: "Die Gasse ist sehr eng, so dass im Grunde alles Baustelle war. Wir haben versucht, den Zugang zu den Häusern so komfortabel wie möglich zu gestalten. Ich muss mich aber bei den Anrainern bedanken, die großes Verständnis gezeigt haben."

ANDREAS SCHÖBERL

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