Tiefe Einblicke in die Metallurgie
23 Schülerinnen und Schüler aus ganz Österreich schnupperten bei den "Metaldays" an der Montanuni Leoben in die Studienrichtung Metallurgie.
Metaldays - klingt irgendwie nach Musikveranstaltung mit hohem Spaßfaktor. Mit Musik hat die Veranstaltung in diesem Fall nichts zu tun, mit Information und Spaß allerdings schon. Bei den Metaldays, die in dieser Woche über die Bühne gingen, handelt es sich um ein Pilotprojekt des Departments Metallurgie der Montanuniversität Leoben.
"Wir möchten damit interessierten Schülerinnen und Schülern, die knapp vor der Wahl ihres Studiums stehen, die Möglichkeit geben, in die Studienrichtung Metallurgie einzublicken. Es ist uns vor allem ein Anliegen, auch Mädchen dafür zu interessieren und ihnen die Scheu vor dieser Studienrichtung zu nehmen. Daraus ist die Idee entstanden, Schülerinnen und Schüler für einige Tage nach Leoben einzuladen, um ihnen das Studium und auch das Umfeld näherzubringen", erklärt Susanne Michelic, Universitätsassistentin des Departements Metallurgie sowie Organisatorin der Metaldays. Für die insgesamt 18 Schüler und fünf Schülerinnen, die im HTL-Heim in Leoben untergebracht waren, wurden die Metaldays mit Exkursionen in die Voestalpine Donawitz oder den Erzberg sowie mit Experimenten so praxisnah wie möglich gestaltet. In ihrer Freizeit konnten sich die jungen Menschen ein Bild von der Montanstadt machen.
"Man hört über Leoben, dass es abgeschieden sei, was jedoch überhaupt nicht stimmt. Im Zuge der Metaldays haben wir Leoben kennengelernt und es gefällt uns sehr gut. Für uns steht fest, hier Metallurgie zu studieren. Die Montanuniversität Leoben ist die einzige österreichische Universität, die dieses Studium bietet und das Verhältnis zwischen Professoren und Studierenden ist aufgrund der überschaubaren Größe bestens", meinen Georg Kromoser und Konstantin Puchenberger, Absolventen der HTL-Waidhofen an der Ybbs in Niederösterreich.
Entscheidungshilfe
Miriam Zechner sowie Julia Engel, 17 Jahre alt und Schülerinnen der siebten Klasse Gymnasium in Knittelfeld, sind begeistert von den Metaldays: "Hier erlebt man hautnah, wie das Studium abläuft und es wäre schon etwas für uns. Es ist untypisch für Mädchen und das reizt. Wir möchten aber noch in andere Studienrichtungen schnuppern." Matthias Müller, Schüler der siebten Klasse am BG/BRG Neu in Leoben, fiel die Entscheidung für das Metallurgie-Studium nicht schwer.
Susanne Michelic zeigt sich zufrieden über die ersten Leobener Metaldays: "Wir möchten das Projekt in den kommenden Jahren wiederholen. Pro Studienjahr verlassen uns zwischen 20 und 30 fertig ausgebildete Metallurgen, es könnten aber weit mehr sein, denn die Nachfrage nach qualifizierten Metallurginnen und Metallurgen ist im In- und Ausland hoch."








