Kulturprogramm hat Federn gelassen
Das Kulturprogramm der Stadt Leoben für 2010/2011 wartet mit klaren Höhepunkten auf - obwohl im Vergleich zum vergangenen Programm 20 Prozent des Budgets eingespart wurden.
Auf 55 Seiten entblättert der druckfrische Folder das neue Kulturprogramm der Stadt Leoben für die kommende Saison 2010/2011. Das Kinderprogramm eingeschlossen umfasst der Plan knapp 100 Veranstaltungen, die das Kulturmanagement auf die Beine gestellt hat. Dieser Tage geht der Folder per Post an alle Haushalte der Montanstadt sowie an die der nächstgelegenen Umlandgemeinden. Auch auf der Homepage www.leoben.at ist das breite Spektrum der Kulturveranstaltungen bereits online.
"Insgesamt wendet die Stadt Leoben für das Kulturprogramm der Saison 2010/2011 einen Betrag von etwa 315.000 Euro auf. Finanziell hat das Kulturprogramm ein wenig Federn lassen müssen. Aber nicht bei der Qualität, da konnten wir trotzdem zulegen", erklärt Bürgermeister Matthias Konrad. 20 Prozent seien im Vergleich zum Vorjahr eingespart worden. "Es wird immer schwieriger, Geld aufzustellen. Besonders in den vergangenen zwei Jahren, die im Zeichen der Wirtschaftskrise standen", räumt auch Kulturmanager Gerhard Samberger ein.
Verzicht
Auf die traditionelle Operetten-Eigenproduktion werde erstmals verzichtet: "Der Bettelstudent wird vom Operettentheater Salzburg gespielt. Das ist eine gute Möglichkeit, nachdem die Akteure der Eigenproduktion auch nicht mehr so gut zusammenarbeiten konnten wie zu Beginn", meint Samberger. Im Stadttheater wird es außerdem Aufführungen des Volkstheaters Wien und der Komödie Graz geben. Klassikliebhaber kommen bei Konzerten mit dem Sorbischen Nationalorchester sowie dem Stadt- und Universitätsorchester auf ihre Kosten.
Szene Leoben
Das Programm "Szene Leoben" spannt einen Bogen von Jazz über Blues, von Musical bis hin zu Top-Kabarett mit Thomas Stipsits und Alf Poier. Ein besonderer Leckerbissen ist die Österreichpremiere des deutschen Comedystars Ingo Appelt, der sein neues Programm "Männer muss man schlagen" präsentiert. Ausstellungen, Lesungen, wie etwa mit Martin Weinek, und Brauchtumsveranstaltungen runden das Kulturprogramm ab. Die Abos für die Kindermusikreihe "Sing Sala Bing" seien bereits fast wieder ausverkauft, so Samberger.
Erfolg
Ein weiterer Punkt: Das museumspädagogische Angebot im MuseumsCenter. "Hier sprechen wir in erster Linie Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren an. Und der Erfolg gibt uns Recht", so Susanne Leitner-Böchzelt, Leiterin des MuseumsCenter. Um die Altersgruppe von zehn bis 14 Jahre verstärkt anzusprechen, biete man im neuen Kulturprogramm einen Fotoworkshop mit Fotografenmeister Armin Russold, Kulturpreisträger der Stadt, sowie einen Malworkshop mit dem Mauterner Künstler Gottfried Leitner an.
"Man muss betonen, dass das Kulturprogramm der Stadt nur einen Teil der Veranstaltungen in Leoben darstellt. Es gibt darüber hinaus eine Menge weiterer Veranstaltungen, die von uns auch so gut wie möglich unterstützt werden", meint Kulturstadtrat Franz Valland. Die Ausstellungen über Alexander den Großen in der Kunsthalle hält bei 35.000 Besuchern und gehe nach Leoben weiter nach Madrid, erzählt Konrad.








