"Wir kämpfen bis zum letzten Atemzug"
Leobener Firma PMI Industrieservice im Konkurs. Fortführung des Betriebs wird angestrebt.
LEOBEN. Über das Leobener Unternehmen PMI Industrieservice GmbH wurde am Landesgericht Leoben das Konkursverfahren eröffnet, wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) gestern mitteilte. "Die Passiva betragen etwa 700.000 Euro, wovon ein Teilbetrag von etwa 190.000 Euro auf Bankverbindlichkeiten und etwa 165.000 Euro auf Leasingverbindlichkeiten entfallen, sodass der Betrieb erheblich fremdfinanziert ist", so der AKV. Das Unternehmen selbst strebe einen Konkursfortbetrieb und den Abschluss eines Zwangsausgleichs mit der Gläubigerschaft an.
"Wir kämpfen bis zum letzten Atemzug darum, unser Unternehmen mit einem Zwangsausgleich weiterführen zu können. Und das mit konstruktiver Unterstützung der Gewerkschaft", erklärt Bernd Pongratz, Geschäftsführer der Firma PMI. Er sei sehr optimistisch, dass das gelinge: "Es ist eine leichte Entspannung der Wirtschaftslage zu verzeichnen. Der Steuerberater hat uns außerdem eine vorläufige Bilanz über das laufende Jahr 2010 gelegt und gemeint, dass der Betrieb fortführungswürdig sei", so Pongratz weiter. Im Betrieb werde weiter gearbeitet, Aufträge würden fertiggestellt: "Ein Großteil unserer Kunden hat uns darüber hinaus signalisiert, dass sie uns weiter die Stange halten werden." Und in einer Betriebsversammlung hätten alle 17 Mitarbeiter erklärt, alles tun zu wollen, das Unternehmen wieder auf Vordermann zu bringen: "Einstimmig haben sie mir auch ihre Unterstützung als Geschäftsführer ausgesprochen", so Pongratz.
Ursachen
Die Wirtschaftskrise habe die Firma PMI besonders hart getroffen: "Wir sind hauptsächlich in der Stahlindustrie tätig, die Krise hat die kleinen Unternehmen am wildesten erwischt", so Pongratz. Außerdem sei mit einer anderen Firma, mit der man kooperiert habe, im Jahr 2006 ein Schaden entstanden, und man jetzt - nach langwierigem Hin- und Herverhandeln - "die Krot" letztlich habe schlucken müssen. ANDREAS SCHÖBERL








