Vandalenakte werden immer schlimmer
Friedhofsverwaltungen haben mit Vandalenakten zu kämpfen. Jüngstes Beispiel: Die Zerstörung der WC-Anlage am Donawitzer Friedhof.
Seit bereits drei Wochen ist die WC-Anlage am Donawitzer Friedhof außer Betrieb, weil Vandalen sie zerstört haben. Gerade für ältere Menschen ist das ein Problem, weil man nirgends aufs Klo gehen kann. Wäre es nicht möglich, bis zur Wiederherstellung der Toilette ein mobiles WC aufzustellen?", fragt ein Leser der Kleinen Zeitung.
Alois Kieninger, Leiter der Abteilung für Grünflächen der Stadtgemeinde Leoben, kennt dieses Problem auf Friedhöfen nur allzu gut. Immer wieder seien Toilettanlagen Zielscheiben für Vandalenakte. "In Donawitz haben Vandalen das Klopapier angezündet und so ein Feuer ausgelöst, durch das sehr viel zerstört wurde. Auch der Putz muss hier erneuert werden", so Kieninger. Allein dieser Schaden betrage zwischen 6000 und 7000 Euro.
Demoliert
Vor fünf oder sechs Jahren habe es in jedem WC noch Papier- und Seifenspender gegeben, aber diese mussten alle entfernt werden, weil sie ständig demoliert wurden. Und auch Klobrillen werden laufend zerstört. "Selbst Klobürsten werden gestohlen. Erst kürzlich alle am Zentralfriedhof, und es wurden sogar Türen ausgehängt und weggeworfen", versteht Kieninger die Welt nicht mehr. Es werde immer extremer.
Polizei, Ordnungsdienst und auch die Friedhofsmitarbeiter würden die Augen offen halten, aber es sei schwierig, die Täter zu erwischen. "Wir sind auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen, denn wir können nicht permanent dort stehen und aufpassen. Wenn jemand Beobachtungen macht, dann bitte ich die Leute, diese bei uns oder der Polizei zu melden", so Kieninger.
Zur Frage eines mobilen WC meint er, dass auch er daran gedacht habe, dass aber die Gefahr bestehe, dass es spätestens zwei Wochen nach Installierung wieder Ziel eines Vandalenaktes wird. "Ich möchte diese Problematik auf Friedhöfen auf der Stadtgemeinde bewusst machen und darüber diskutieren, wie wir weiter machen", so Kieninger.








