LE-Gas: Opposition für Schließung der Anlage
Die Leobener Oppositionsparteien fordern aufgrund der neuen Erkenntnisse eine sofortige Schließung der Biogasanlage in Leoben.
Nach anhaltenden Anrainerbeschwerden wegen massiver Geruchsbelästigungen durch die Biogasanlage kam es vorgestern zu einer Verhandlung durch die Fachabteilung 13a der Landesregierung auf dem Biogasgelände. Diese Verhandlung führte zu erschreckenden Erkenntnissen. Die Anlage wurde mit nicht genehmigten Materialien bestückt. Und zwar mit Tierblut (siehe auch auf Seite 18/19).
Diese Tatsache führte bereits zu zahlreichen kommunalpolitischen Stellungnahmen. KP-Stadtrat Werner Murgg: "Es verdichten sich die Anzeichen, dass der Betrieb nicht dem derzeitigen Bescheid entspricht. Der Bürgermeister muss zu seinem Wort stehen, die Anlage zu schließen, sollten die Probleme nicht in den Griff bekommen werden." Die KP plant die Einberufung eines Sondergemeinderates und wird heute, Mittwoch, auch eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft einbringen.
Auch Gerd Krusche (FP) fordert sofortige Konsequenzen, denn "diese Mischung aus Inkompetenz und strafrechtlich zumindest bedenklicher Vorgangsweise stellt eine Bedrohung für die Leobener Bevölkerung dar und muss sofort Konsequenzen haben. Wir fordern daher nochmals die sofortige Schließung der Anlage bis zur Mängelbehebung sowie personelle Konsequenzen bei der Unternehmensleitung."
Diese Konsequenzen wurden bereits gestern in der Generalversammlung der LE-Gas einstimmig gezogen: Die sofortige Entlassung der beiden technischen Geschäftsführer. Auch Peter Pulm, VP-Gemeinderat, fordert die sofortige Schließung der Biogasanlage, denn hier sei nicht mehr von einer Lebensqualität für die Anrainer zu sprechen. "Wir werden auch die Forderung der KPÖ nach einer Sondergemeinderatssitzung mittragen und bieten den Anrainern rechtliche Unterstützung an", so Pulm.







