Hilfe beim Einstieg in das Erwerbsleben
In Leoben-Judendorf entsteht eine Produktionsschule, in der arbeitslosen Jugendlichen mit professioneller Unterstützung der Einstieg ins aktive Erwerbsleben ermöglicht wird.
Im Gebäude der ehemaligen Zielpunkt-Filiale in Leoben-Judendorf erfolgte gestern der Spatenstich für eine Produktionsschule, die arbeitslosen Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren mit Migrationshintergrund den Start ins Arbeitsleben erleichtern soll. Die Produktionsschule in Leoben ist die zweite ihrer Art in der Steiermark, vier sollen es insgesamt werden. Betrieben soll die Produktionsschule von Jugend am Werk Leoben werden, das Projekt wird vom Land Steiermark und dem Arbeitsmarktservice getragen.
Vorbereitung
Professionelle Vorbereitung auf die Arbeitswelt, praktisches Arbeiten, soziale Integration und das Schaffen neuer Beschäftigungsstrukturen sind die Ziele der Produktionsschule.
In den kommenden zwei Jahren wird Jugend am Werk in den neuen Räumlichkeiten mehr als 100 Jugendliche in den Bereichen Gastronomie, Metall und Holz ausbilden. Die Dauer der Ausbildung beträgt jeweils etwa sechs Monate, die Zuweisung erfolgt durch das Arbeitsmarktservice. Abgerundet wird das Angebot durch Zusatzausbildungen wie etwa Fremdsprachenunterricht oder Bewerbungs- und Kommunikationstraining. Der Vollbetrieb am neuen Standort in der Schießstattstraße wird bis August angepeilt. Bis dahin sind die Werkstätten von Jugend am Werk in der Judendorferstraße interimistischer Standort für das Konzept der Produktionsschule.
"Zum Glück ist die Obersteiermark wieder mit Rückenwind versehen. Die Nachfrage nach gut geschulten Arbeitskräften kommt schneller als man denkt. Daher können wir mit der Ausbildung nicht früh genug anfangen", erklärte Bürgermeister Matthias Konrad. Auch Soziallandesrat Siegfried Schrittwieser stieß ins selbe Horn: "Es werden immer mehr junge Leute, die keinen Platz am ersten Arbeitsmarkt finden. Daher ist ein Angebot wie die Produktionsschule enorm wichtig."








