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Zuletzt aktualisiert: 16.03.2010 um 23:31 UhrKommentare

Donawitz bekommt ein neues Gebetshaus

Der Islamische Verein des Friedens und der Barmherzigkeit plant einen Neubau eines Gebetshauses in Donawitz. Minarett wird es keines geben.

Foto © Reuters/Sujet

Seit 15 Jahren gibt es in Donawitz einen Gebetsraum der islamischen Gemeinschaft in Leoben, zuerst war er in der Pestalozzistraße gelegen. Seit vielen Jahren ist der Gebetsraum in der Lorberaustraße. In der Draschestraße in Judendorf existiert seit Jahren ein islamischer Gebetsraum des türkischen Vereins Atib. Nun plant der Islamische Verein des Friedens und der Barmherzigkeit einen Neubau. Das Gebetshaus soll in der Johann Sackl-Gasse in Donawitz entstehen.

"Der Gebetsraum in der Lorberaustraße ist sehr klein, er hat nur zwischen 35 und 40 Quadratmetern. Es kommen etwa 80 bis 100 Leute zum Beten, wir haben einfach zu wenig Platz", erklärt Mahmoud Abdelhadi, stellvertretender Obmann des Islamischen Vereins, der seit einem Jahr existiert. Das 1000 Quadratmeter große Grundstück an der Johann Sackl-Gasse hat der Verein bereits im Oktober des Vorjahres gekauft: "Den Kaufpreis haben wir durch Spenden unserer Mitglieder aufgebracht. Es sind etwa 350 aus dem ganzen Bezirk Leoben", führt Abdelhadi aus.

Pläne eingereicht

Die Baupläne für das neue Gebetshaus sind fertig: "Wir haben sie jetzt bei der Baurechtsabteilung der Stadtgemeinde Leoben eingereicht. Die Erteilung der Baugenehmigung wird etwa drei Monate lang dauern." Entsprechend aller gesetzlichen Vorschriften werde dann die genaue Detailplanung ausgearbeitet. Das Gebetshaus soll eine Grundfläche von 170 Quadratmetern haben. Ein kleines, altes Haus, das momentan noch auf dem Grundstück steht, soll abgetragen werden. Geplant sind zwei Etagen für den Neubau: "Es wird einen Gebetsraum, einen Gemeinschaftsraum, eine Küche und natürlich Sanitäranlagen und einen Heizraum geben", erklärt Abdelhadi. Der Bau eines Minaretts sei nicht geplant. Die geschätzten Kosten für den Neubau beziffert er mit etwa 500.000 Euro: "Wir wollen so schnell wie möglich zu bauen beginnen. Aber das ist auch eine Frage der Finanzierung", so Abdelhadi. Auf dem Grundstück sollen ausreichend Parkplätze für die Besucher des Gebetshauses entstehen. Der Plan sei so konzipiert, dass man eventuell vorerst nur eine Etage bauen und die zweite Etage erst später aufsetzen kann. Momentan sei man gerade dabei, die Finanzierung für das neue Gebetshaus auf die Beine zu stellen.

Das Gebetshaus sei für jedermann zugänglich: "Unser Verein ist international, die Mitglieder kommen aus vielen verschiedenen Ländern." Abdelhadi rechnet nicht damit, dass es zu Schwierigkeiten mit den Nachbarn kommen wird: "Das Zusammenleben in Donawitz hat auch bisher gut funktioniert, es hat keine Probleme gegeben."

ANDREAS SCHÖBERL

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