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Zuletzt aktualisiert: 05.02.2010 um 19:20 UhrKommentare

AT&S: Photovoltaik könnte neue Arbeitsplätze bringen

Leiterplatten-Konzern steigt mit neuer Technologie ins Geschäft mit der Photovoltaik ein. Bereits ab Sommer wird in Leoben-Hinterberg produziert. Sollte alles wie geplant laufen, bedeutet das auch einen Zuwachs an Arbeitsplätzen.

AT&S in Leoben Hinterberg

Foto © APAAT&S in Leoben Hinterberg

Nach einer düsteren Zeit mit Personalabbau und Produktionsauslagerungen nach Asien trifft den AT&S-Standort Leoben-Hinterberg wieder ein Sonnenstrahl. Und das im wörtlichen Sinn: Der Konzern nützt seine Kompetenz bei Leiterplatten nun im Zusammenhang mit Sonnenenergie.

Gemeinsam mit den niederländisch-deutschen Solarexperten von "Solland Solar" verwirklichen die Leobener eine Produktionslinie für Photovoltaik-Module. Technikvorstand Heinz Moitzi: "Unser vorläufiges Ziel ist es, pro Jahr Module mit einer Gesamtleistung von vier Megawatt-Piek zu produzieren." Das entspricht einer Dachfläche von 30.000 Quadratmetern oder rund 16.000 einzelnen Modulen. Die Produktion soll Mitte des Jahres starten. Sollte alles wie geplant laufen, bedeutet das auch einen Zuwachs an Arbeitsplätzen - auf Zahlen will man sich aber noch nicht festlegen. Derzeit arbeiten sechs Ingenieure und drei weitere Mitarbeiter an dem Projekt.

Hohe Effizienz

Zur Frage, wie sich AT&S auf dem zunehmend umkämpften Photovoltaik-Markt durchsetzen will, sagt Technikvorstand Heinz Moitzi: "Wir wollen uns gegen Billigprodukte aus Asien mit Innovation und hoher Qualität durchsetzen." Solland Solar steuert so genannte Sunweb Rückseiten-Kontaktzellen bei.

Die Vorteile dabei: Silizium-Solarzellen mit hoher Energieeffizienz, niedrige Produktionskosten und individuelle Design-Möglichkeiten für Dächer und Fassaden. Gemeinsam mit einer neuen Verbindungs- und Verschaltungstechnologie von AT&S soll es möglich sein, große Mengen zu erzeugen - alle Komponenten und Produktionsprozesse sind dafür ausgelegt.

Erster Standort für die Photovoltaik-Module aus Leoben ist die Landesberufsschule Knittelfeld. Direktor Diethart Reiter und sein Stellvertreter Gerhard Waidacher sind hocherfreut: "Mit Hilfe unserer Schüler bauen wir derzeit die nötigen Gestelle für 70 Quadratmeter, bis Sommer wird die 10-Kilowatt-Anlage fertig sein."

JOSEF FRÖHLICH

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