Falsches Spiel bringt falsche Verdächtigungen
Im Wettskandal tauchen alte Bekannte auf - und neben einer Liste mit acht Partien auch viele falsche Verdächtigungen. So werden unter anderem Namen wie Sturm oder SAK Klagenfurt ins Spiel gebracht.

Foto © GEPAIm Wettskandal gibt es die erste Liste mit Spielen unter Verdacht - ebenso gibt es aber viele falsche Verdächtigungen
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Der Wettskandal hat einiges ausgelöst im europäischen Fußball - vor allem aber Verdächtigungen, viele davon wahrscheinlich haltlos. Bisher gibt es nur eine Liste, die u.a. der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt, in dieser Liste sind acht Partien konkret angeführt - mit Wetteinsätzen und Gewinnen der angeblich fünfköpfigen Bande, die als Drahtzieher hinter den Spiel-Manipulationen stehen soll. Angeführt wird diese Bande von einem einschlägig Bekannten: Ante Sapina, schon beim ersten Wettskandal rund um den deutschen Schiedsrichter Robert Hoyzer in Haft, soll wieder die Fäden gezogen haben. Die anderen 182 Spiele bleiben vorerst unbekannt. Zu Wochenbeginn will die deutsche Kripo weitere Hinweise geben, heißt es.
"Sturm nicht involviert"
In der Zwischenzeit aber blüht die Spekulation: Medien veröffentlichen Namen - etwa drei Akteure des aus der zweiten Liga abgestiegenen deutschen Klubs VfL Osnabrück werden genannt - ein gefährliches Spiel.
Ein österreichisches Medium nannte Namen österreichischer Klubs - ohne Hintergrund. Und so tauchten auch Sturm Graz, DSV Leoben oder SAK Klagenfurt auf. Zur Erinnerung: Im Fall Hoyzer hatte es einen Verdacht gegen Ex-Sturm-Trainer Mischa Petrovic und Bojan Filipovic gegeben; Beweise gab es nie. Bei Sturm ist man, wohl zurecht, empört: "Für meine Spieler lege ich allesamt die Hand ins Feuer", sagte Trainer Franco Foda. Und auch Präsident Hans Rinner unterstrich: "Es gibt in keinster Weise auch nur irgendeinen Hinweis, dass Sturm involviert ist." In Leoben und beim SAK zeigte man sich ratlos: "Wir haben keine Ahnung, wieso wir genannt sind", meinten Marco Wieser (SAK) und Leoben-Sprecher Mario Horjak unisono. Umso wichtiger wäre es, dass die Polizei die elf betroffenen Spiele in Österreich publik macht.








