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Zuletzt aktualisiert: 12.11.2009 um 18:38 UhrKommentare

Kopfzerbrechen wegen hoher Schülerzahlen

Eltern der 5.a-Klasse des BG und BRG Leoben I bemängeln die hohe Schülerzahl von 35, die etwa in Physik oder Biologie Probleme bereitet.

Foto © APA/Sujet

Seit Beginn dieses Schuljahres sitzen in der 5.a-Klasse des alten Gymnasiums 35 Schülerinnen und Schüler. Und das sorgt für Probleme. Vor allem in Gegenständen, wie beispielsweise Physik, Geografie oder Biologie. "Es kann hier gar nicht lehrplanmäßig unterrichtet werden, denn die Kinder haben in den dafür vorgesehenen Lehrsälen nicht einmal alle einen Platz. In den 90er-Jahren wurden diese Säle umgebaut und verkleinert, weil man nicht mehr so viele Schüler gehabt hat", erklärt Karin Lamprecht, Sprecherin der Eltern für diese Klasse. Vor allem in Physik, wo es um "learning by doing" gehe, gebe es immer wieder Schwierigkeiten. "Versuche, wie sie im Lehrplan vorgesehen sind, sind aufgrund der hohen Schülerzahl fast unmöglich durchzuführen", so Lamprecht, und weiter: "Wir Eltern machen uns wirklich Sorgen im Hinblick auf die Matura."

Es habe auch schon Gespräche mit Direktor Georg Stadler gegeben. Und Stadler bestätigt die Platzprobleme, aber er gibt zu bedenken: "Es teilt erst der 37. Schüler eine Klasse. Die Schülerhöchstzahl von 25, wie sie auch von Unterrichtsministerin Claudia Schmid immer propagiert wird, stimmt so nicht." Es sei durchaus möglich, eine Klasse mit 30 Schülern plus 20 Prozent zu führen.

Dennoch sieht Stadler das Lehrziel in den Gegenständen Physik, Geografie oder Biologie nicht gefährdet. In den anderen Fächern, wie Sprachen oder Mathematik, werden die Schüler ohnehin geteilt unterrichtet. "Wir schieben immer zwei Tische ein, damit alle einen Platz haben, denn in den Lehrsälen gibt es 30 Arbeitsplätze. Freilich kann man mit so vielen Schülern in Physik nicht jedes Experiment machen", so der Direktor. Nicht ganz fair finde er es aber, dass in der Nachbarschule am BG und BRG II eine Klasse mit 35 Schülern geteilt sei. Er habe diesbezüglich auch schon mit Landesschulinspektor Rupert Dirnberger Gespräche geführt.

Teilungspraxis

Dirnberger erklärt zu dieser Teilungspraxis, dass man dabei immer die Gesamtstruktur einer Schule sehen müsste. Und die sei eben unterschiedlich. Jede Schule bekomme bestimmte Werteinheiten. Man könnte eine Klasse schon teilen, aber dann müssten andere Angebote an der Schule eingeschränkt werden, etwa Freigegenstände. Das BG und BRG I habe eine ungünstigere Schulstruktur mit einer Reihe von Klassen mit höherer Schülerzahl. Aus finanziellen Gründen sei das aber nicht anders möglich. "Ich sehe hier trotzdem kein großes Problem, es werden Tische eingeschoben, das Platzproblem ist somit gelöst. Die Sorge der Mutter ist unbegründet, denn die Kinder werden hier wirklich ordentlich unterrichtet", so Dirnberger.

ANDREA SEEBACHER

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