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Zuletzt aktualisiert: 24.10.2009 um 04:33 UhrKommentare

Tore schießen - keine Tore bekommen

Mehr als nur leichtes Nervenflattern vor dem Duell heute in Klagenfurt: Die einen (KSV) schießen zu wenig Tore, die anderen (Kärnten) bekommen zu viele.

Foto © GEPA

Die Statistik lügt nicht. Und deshalb kann man David Sencar getrost als Topscorer des SV Kapfenberg bezeichnen. Bei insgesamt erst sechs Toren des KSV ist Sencar mit zwei Treffern intern "der Bomber".

Wie kann es nach 402 torlosen Ligaminuten im Spiel gegen Kärnten endlich wieder mit einem Treffer klappen? "Mehr Chancen herausspielen und dann auch verwerten", verrät Sencar. Nachsatz: "Ich weiß, das sagt sich einfach, es ist aber sehr schwer umzusetzen." Grundsätzlich, so Sencar, müsse der KSV versuchen, "einfach" zu spielen. Mehr Weitschüsse wären ein Rezept, ein anderes, die ehemalige Stärke bei Eckbällen und Freistößen wieder hervorzukramen. "Mit Fukal und Rauscher haben wir gute Kopfballspieler. Auch ich kann's - obwohl ich so klein bin."

Stürmer gegen Tormann

Die Statistik lügt nicht: Und deshalb kann man die Kärntner Defensive mit ihren 31 Gegentoren getrost als schwächste der Liga bezeichnen. "Moment", wirft Tormann Andreas Schranz ein, der Statistiken so gar nicht liebt. Die vielen Kärnten-Gegentreffer stammen von wenigen Partien, wo es gleich fünf oder sieben Mal geklingelt hat. "Wir haben oft gut gespielt, aber nicht gepunktet. Da waren auch entscheidende Fehler der Schiedsrichter dabei."

Natürlich will Schranz nicht der erste Tormann sein, der sich von Kapfenberg jetzt ein Tor schießen lässt, spezielle Vorbereitung gab es aber keine. Die Begriffe "Endspiel" oder "Sechs-Punkte-Spiel" kann Schranz gar nicht hören: "Erstens ist das erst die zwölfte Runde und zweitens habe ich noch nie sechs Punkte für einen Sieg bekommen." Einer der Kapfenberger darf heute auf keinen Fall treffen: David Sencar. Der lebt nämlich in Schranz' Wohnung in Graz und hat es gewagt, in Kapfenberg in der 92. Minute seinen "Vermieter" mit dem Tor zum 3:2 zu bezwingen. Die beiden, einer aus Leoben, der andere aus Eisenerz, kennen sich zwar schon ewig. Dennoch "droht" Schranz seinem Kumpel: "David soll nur treffen, wenn er sich verkühlen will. Denn dann dreh' ich ihm die Heizung ab."

Sencar ist aber nur eine der Optionen, die Trainer Werner Gregoritsch in der Offensive hat. Pavlov könnte beginnen, Heinz und Scharrer (oder beide?) sind die Alternativen. Die Frage: Wer durchbricht die Torsperre?


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