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Zuletzt aktualisiert: 21.10.2009 um 19:36 UhrKommentare

50 Millionen Euro Verlust für AT&S

Seit zweitem Quartal aber Tendenz zur Besserung der Lage zu bemerken.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2009/10 gebe es aber "einen klaren Aufwärtstrend", so das Unternehmen in seiner Aussendung

Foto © APAIm Vergleich zum ersten Quartal 2009/10 gebe es aber "einen klaren Aufwärtstrend", so das Unternehmen in seiner Aussendung

Die Nachfrageschwäche im Elektronikmarkt hat den Leiterplattenhersteller AT&S tief in Verluste gestürzt. Im ersten Quartal fielen 52,2 Millionen Euro an, im zweiten dann drehte sich die Lage, der Gewinn von 2,3 Millionen verringerte den Halbjahresverlust auf knapp 50 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres standen damals aber 18,6 Millionen Gewinn in den Büchern. Dieser Betrag mitgerechnet liegt der Verlust in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2009/10 bei fast 70 Millionen. Nach alter Rechnung nähert sich der Betrag eng der Grenze zu einer Milliarde Schilling.

AT&S-Vorstand Harald Sommerer erkennt nun aber Tendenzen zur Besserung. In allen Bereichen fahre AT&S "mit voller Auslastung". Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet Sommerer operativ ein Ergebnis "leicht über der Null-Linie". In diese Rechnung sind die Restrukturierungskosten für die Verlagerung der Massenproduktion von Leoben in die Werke nach Shanghai (China) nicht einbezogen. Die Abwanderung nach China verteidigte Sommerer aus Kostengründen als "strategisch richtige Entscheidung". Der Mitarbeiterstand in Leoben-Hinterberg war dadurch von zuvor rund 1400 auf derzeit rund 700 Beschäftigte zurückgeschnitten worden. Von den mit Ende September 5500 Mitarbeitern weltweit (Werke in China und Indien) sind 1300 in Österreich, mehrheitlich in der Steiermark, weiters auch in Kärnten, beschäftigt.

AT&S drückte die Nettoschulden von 174,4 auf 165,6 Millionen Euro, wegen des gesunkenen Eigenkapitals stieg jedoch der Verschuldungsgrad massiv von 69,1 auf 95 Prozent. Das Eigenkapital verringerte sich vorwiegend durch die Auszahlung der Dividende und durch "Währungseffekte" und lag Ende September bei 173,5 Millionen Euro. Eine Kreditklemme spüre AT&S nicht.


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