Rotes Kreuz: Alles ist unter Dach und Fach
In nur eineinhalb Jahren Bauzeit wurde das neue Rettungszentrum Leoben direkt neben dem Landeskrankenhaus fertig gestellt. Gestern wurde der Gebäudekomplex eröffnet.
Bei diesem riesengroßen Gebäude habe ich mir schon ein bisschen Sorgen gemacht wegen des vielen Weihwassers, das ich brauche werde. Aber der Regen hat mir die Sache erleichtert", meinte Dechant Maximilian Tödtling gestern bei der offiziellen Eröffnung des neuen Rettungszentrums Leoben launig. Gekommen war zu dem wichtigen Tag für Leoben, wie es Bürgermeister Matthias Konrad bezeichnete, alles, was Rang und Namen hat.
Große Freude herrschte freilich in erster Linie bei den Vertretern des Roten Kreuzes, darunter auch Gerald Schöpfer, Präsident des steirischen Roten Kreuzes: Nach eineinhalb Jahren Bauzeit sind im neuen Rettungszentrum Bezirksleitstelle des Roten Kreuzes, Gesundheits- und soziale Dienste, Blutspendewesen sowie Ausbildung und Jugendarbeit unter einem Dach vereint. Ein weiteres Plus: Die unmittelbare Nähe zum LKH Leoben und damit auch zum Notarztstützpunkt. Und auch die Platznot in dem veralteten Rot Kreuz-Gebäude in der Endresgasse aus dem Jahr 1952 gehört endgültig der Vergangenheit an.
Mit Leben erfüllen
Auf den Weg gebracht hatte das Bauprojekt Franz Hirschmann, der vor kurzem die Leitung der Rot Kreuz-Bezirksstelle Leoben an Franz Valland übergeben hatte und Josef Himsl, Geschäftsführer der Bezirksstelle: "Mir fällt mit der Eröffnung ein großer Stein vom Herzen, von dem ich denke, dass er von meinem Nachfolger ideal aufgefangen wird", meinte Hirschmann. Und Valland ergänzte: "Bisher ist das Gebäude unbelebte Materie. Nun gilt es, das neue Rettungszentrum mit Leben zu erfüllen."
Landeshauptmann Franz Voves hatte für das Rote Kreuz Leoben eine überaus positive Nachricht im Gepäck: "Ich werde für die Einrichtung eine Bedarfszuweisung in der Höhe von 250.000 Euro zur Verfügung stellen", verkündete er.
Features
Fakten
Am Freitag wurde der Gebäudekomplex offiziell eröffnet.
Untergebracht ist die Bezirksleitstelle des Roten Kreuzes, das Rote Kreuz Leoben, der Notarztstützpunkt Leoben und die Gesundheits- und sozialen Dienste.
Architektin: Marion Wicher. Der Strichcode an der Fassade bezeichnet den Namen von Rot Kreuz-Gründer Henri Dunant.
Die Kosten exklusive Einrichtung lagen bei insgesamt 3,4 Millionen Euro.
Die Gemeinden des Rotkreuz-Bezirkes Leoben steuerten 1,1 Millionen Euro bei, der Landesverband des Roten Kreuzes berappte 436.000 Euro.
Der Rest kam aus Eigenmitteln der Bezirksstelle Leoben.









