Freiwilliger Nachtdienst: Ärzte und Kammer einig
Bisher gab es nur Wochenendnachtdienste der praktischen Ärzte. Ab April gibt es Bereitschaftsdienste auch während der Woche.

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Ab 1. April wird es wieder einen Ärzte-Nachtbereitschaftsdienst während der Woche geben. Und zwar in der Zeit von 19 Uhr bis sieben Uhr früh. Praktische Ärzte können sich dazu freiwillig melden. Das ist ein Ergebnis der Verhandlungen zwischen Vertretern der Gesundheitsplattform Steiermark und der Ärztekammer. Die Finanzierung erfolgt durch die Gesundheitsplattform Steiermark. Ärzte bekommen etwa 150 Euro pro Nachtdienst bezahlt. "Der Wochenendbereitschaftsdienst ist davon unberührt. Dieser bleibt wie bisher flächendeckend im Bezirk Leoben bestehen", erklärt Robert Mader, Vertreter der Bezirksärzte.
Nachtbereitschaft unter der Woche. Eine freiwillige flächendeckende Nachtbereitschaft unter der Woche sei im Bezirk Leoben gegenwärtig aber nicht möglich. "Derzeit können wir etwa drei Viertel abdecken, aber wir versuchen, das Beste aus zwei Welten zu machen. Das sind zum einen die Ressourcen der Ärzte und zum anderen die Ansprüche der Bevölkerung. Diese können wir nicht ganz abdecken, denn auch wir Ärzte sind nur Menschen und brauchen unsere Ruhezeiten", so Mader.
Der Arbeitsaufwand in den Ordinationen - hausärztliche Versorgung sowie Bürokratie - habe in den vergangenen Jahren stark zugenommen. "Dieser hohe Arbeitsaufwand mit bis zu 150 Patientenkontakten am Tag lässt manchen Ärzten die Teilnahme am Nachtdienst unmöglich erscheinen. Die Tagespatienten erwarten einen Arzt, der ihre Anliegen wach und kompetent betreut, ein Schließen der Ordination am Folgetag würde auf wenig Verständnis stoßen", so der Bezirksärztevertreter.
Notsituationen. Die Nachtbereitschaftsärzte stehen nur für medizinische Notsituationen zur Verfügung. Etwa bei hoch fiebernden Kindern, bei Patienten mit Koliken, Blutdruckkrisen und ähnlichem. "Die Alarmierung der Bereitschaftsärzte erfolgt im Bezirk Leoben nur über die Leitstelle des Roten Kreuzes unter Tel.: (0 38 42) 21 222. Das Notarztsystem erreicht man wie bisher unter 144 ohne Vorwahl", erklärt Mader. Je nach geografischer Lage werden Arzt und Notarzt in lebensbedrohlichen Situationen gleichzeitig alarmiert werden. Die Entscheidung trifft die Leitstelle.








