Fahrverbot über Münzenberg erregt die Gemüter in Leoben
Seit gut einem Jahr existiert über den Leobener Münzenberg ein Fahrverbot mit Anrainerverkehr. Anzeigen bei der Polizei häufen sich.

Foto © APA/SujetÜber den Münzenberg besteht ein Fahrverbot
Das Fahrverbot am Leobener Münzenberg sorgt für beträchtlichen Ärger. "Jahrelang bin ich hier täglich über den Münzenberg zur Arbeit gefahren, weil das für mich die kürzeste Strecke ist. Jetzt, wo man überall vom Spritsparen spricht, muss ich einen kilometerlangen Umweg machen. Nur, weil die Anrainer am Münzenberg ihre Ruhe haben wollen", meint ein erboster Anrufer bei der Kleinen Zeitung. Auch eine Dame versteht die Welt nicht mehr: "Es ist zwar eine öffentliche Straße, aber benützen dürfen sie nur Anrainer und Zustelldienste. Die Gemeinde macht den Winterdienst und die Straßenreinigung. Bezahlen müssen das aber alle Steuerzahler. Ich halte das für extrem ungerecht", meint sie.
Vielzahl von Anzeigen. Auch die Polizei in Leoben kennt das Problem am Münzenberg, denn wie Herwig Rath, Stadtpolizeikommandant, auf Nachfrage der Kleinen Zeitung erklärte, gebe es bereits eine Vielzahl von Anzeigen. "Die Polizei hat hier aber kein Mitsprachrecht, denn die Stadtgemeinde hat dieses Fahrverbot verordnet. Wir müssen die Anzeigen entgegennehmen und weiter leiten", so Rath.
65 Anrainer. Das Fahrverbot in der Münzenbergstraße gilt seit etwa einem halben Jahr und seit Beginn gibt es darüber Diskussionen. Erlassen wurde es deshalb, weil es massive Anrainerbeschwerden über das verstärkte Verkehrsaufkommen gegeben hat. 65 Anrainer haben sich für ein Fahrverbot mit Anrainerverkehr ausgesprochen. Was soviel heißt, dass Anrainer, Besucher und Zustelldienste zufahren dürfen.
Straßenpolizeiliche Maßnahmen. Die Stadtgemeinde Leoben kennt den Unmut vieler Leobener bezüglich des Fahrverbots am Münzenberg und erklärte, dass man die straßenpolizeilichen Maßnahmen genauer beobachten und dann weiter schauen werde.








