40 Minuten lang Klasse gezeigt
Leoben unterlag Margareten im ÖHB Cup mit 23:32, zeigte aber auch wie Tempohandball aussieht.
In Margareten hat es sich ja ordentlich abgespielt: Leoben, der krasse Außenseiter im ÖHB-Cup-Viertelfinale, hat gegen den Wiener Topklub (zuletzt fünf Mal in Serie österreichischer Vizemeister) groß aufgezeigt. Bis zur 40. Spielminute zumindest. So lange lagen die Mannen von Neo-Coach Ivan Hargas nämlich in Front. Erst in der 43. Minute übernahm der Favorit aus Wien mit seinen fünf Nationalteamspielern erstmals die Führung. Dass die Obersteirer danach noch mit 23:32 überrannt wurden, war für sie natürlich nicht mehr erfreulich.
"Tempohandball". Zuvor hatte man die Hargas-Vorgaben gnadenlos umgesetzt. 70 Angriffe fordert der Slowake pro Partie. "Mehr Angriffe ergeben mehr Chancen, mehr Chancen ergeben mehr Tore", lautet sein Credo. Auch wenn es gegen Margareten gerade mit den Toren nicht nach Wunsch geklappt hat. "Wir haben erstklassig gespielt, mit einer besseren Chancenauswertung hätten wir zur Halbzeit nicht 14:12 sondern 20:12 geführt", sagt Leobens Handball-Boss Claus Hödl. Dass sich seine Truppe mit dem "Tempohandball" auf dem richtigen Weg befindet, sei für ihn klar: "Wenn man drei Sekunden nach einem Gegentreffer ein Tor schießt, ist das eine tolle Sache. Schade, dass wir körperlich noch nicht in der Lage sind, das Tempo durchzustehen und dass uns schon vor der Pause Goran Pajicic und David Herrgesell ausgefallen sind."
Niederlage. Die Sensation hat Leoben nach der knappen 33:36-Meisterschafts-Niederlage gegen Margareten also auch im Cup verpasst. Morgen gibt es immerhin die Möglichkeit, sich in der Meisterschaft (19 Uhr, auswärts) an Krems schadlos zu halten. Bruck trifft morgen in der Bundesliga auswärts auf Hollabrunn.








