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    Zuletzt aktualisiert: 24.01.2009 um 23:32 UhrKommentare

    Die schnelle Cilli ist mit Rat und Tat zur Stelle

    Cäcilia Konrad (69) aus Leoben ist fast rund um die Uhr auf Achse, um andere Leute bei der Bewältigung ihres Alltags zu unterstützen.

    Die Famile steht für Cäcilia Konrad aus Leoben an erster Stelle - somit natürlich auch ihr Enkelsohn Alexander

    Foto © Andreas SchöberlDie Famile steht für Cäcilia Konrad aus Leoben an erster Stelle - somit natürlich auch ihr Enkelsohn Alexander

    Zwei bis drei Stunden Schlaf am Tag reichen mir vollkommen, ich war immer ein Frühaufsteher", meint Cäcilia Konrad aus Leoben. Früh aufstehen ist in ihrem Fall noch milde ausgedrückt, der Tag der 69-Jährigen beginnt meist gegen drei oder vier Uhr morgens. Zum Schlafen kommt Konrad allerdings auch erst sehr spät. Der lange Tag der Leobenerin ist dennoch von früh bis spät voll ausgefüllt - sie ist permanent im Einsatz, anderen Leuten zu helfen und ihnen tatkräftig bei der Bewältigung ihres Alltags unter die Arme zu greifen.

    6000 Kilometer per Fahrrad. "Begonnen hat es vor etwa 15 Jahren damit, dass ich Leuten in meiner direkten Nachbarschaft geholfen habe. Das spricht sich natürlich schnell herum, dass es jemanden gibt, der wirklich zugreift und flink zur Stelle ist", erzählt Konrad. Mittlerweile betreut sie zahlreiche ältere Menschen in der Montanstadt, aber auch Menschen mit Behinderung geht sie zur Hand. "Ich bin immer mit meinem Fahrrad unterwegs, im Sommer wie im Winter. In einem Jahr habe ich insgesamt 6000 Kilometer auf dem Drahtesel zurückgelegt." Es gibt fast keine Arbeit, die Konrad ihren Bekannten nicht abnimmt: Vom Wäschewaschen, Wohnung putzen, Brennstoff besorgen, Rezepte und Medikamente holen, die Pflege von Gräbern bis hin zur Unterstützung von Menschen mit Handicap macht sie einfach alles. Und das kann dann schon einmal bis 2 Uhr in der Früh dauern. "Ich wüsste gar nicht, was ich nicht tue. Die schnelle Cilli, so sagen die Leute, die kannst du immer anrufen. Ich bin fast zu jeder Tages- und Nachtzeit einsatzbereit." Und das ist tatsächlich wörtlich zu nehmen: "Einmal hat mich jemand mitten in der Nacht angerufen, dass die Oma aus dem Bett gefallen ist. Der Mann hat selbst Rheuma und konnte ihr nicht helfen. Also bin ich bei Minus 14 Grad mit meinem Fahrrad ausgerückt. Ich liebe alte Leute, ich habe ein großes Verständnis für sie. Nur wenn jemand unfreundlich zu mir ist, werde ich happig." Bei vielen Familien, denen sie zur Seite steht, stehe alles, wenn sie einmal keine Zeit habe.

    Einteilung. Doch wie bringt man so ein Arbeitspensum in einem Tag unter? "Einteilung ist das Allerwichtigste, ohne das geht es nicht. Und wenn ich wirklich etwas nicht schaffe, werde ich richtig unrund. Das ist am nächsten Tag das erste, was ich erledige", meint die dreifache Mutter. Trotz allem sei für sie ihre Familie vorrangig: "Sie steht für mich an allererster Stelle. Da muss alles andere ein bisschen warten." Sobald ihr Fahrrad vor der Haustür stehe, läute meist schon das Telefon: "Meine eigene Wohnung putze ich ganz in der Früh, da erledige ich auch die Stiegentour. Nur zu Mittag nehme ich mir einige Minuten Zeit zum Entspannen. Da gibt es einen Kaffee, dann schnappe ich meinen Rucksack und bin wieder unterwegs." Weil sie so einen dicht gedrängten Zeitplan hat, hat sie in ihrer Jackentasche immer etwas zum Jausnen: "Ich esse am Fahrrad." "So ganz nebenbei" ist Konrad der gute Geist auf der Sportanlage und im Vereinshaus des PSV Leoben in Lerchenfeld und kümmert sich unter anderem um den Nachwuchs: "Ohne mich bricht alles zusammen, meint Max Erker vom PSV immer." Ihren Sohn Manfred - selbst Läufer - unterstützt sie stets bei der Organisation des Friedenslaufes von Mariazell nach Seckau für einen guten Zweck. Konrad ist Sportlerin mit Herz und Seele: Laufen, Schifahren, Eislaufen: "Ich leite auch eine Turngruppe. Wir müssen fit bleiben."

    Fußwallfahrt. Nun steht der 69-Jährigen allerdings eine Knieoperation bevor: "Danach möchte ich aber wieder regelmäßig meine zehn Kilometer laufen." Immer wenn sie etwas geschafft habe, mache sie eine Fußwallfahrt vom Seeberg nach Mariazell, mit Rucksack und Häferl zum Trinken. Die 22 Kilometer will sie nach ihrer Operation wieder packen. Zum Relaxen fährt Konrad im Sommer stets mit der Familie nach Caorle, im Winter zum Schifahren auf die Turracher Höhe: "Das kann mir keiner streichen." Am allerbesten abschalten könne sie allerdings in der Kaltenbrunner Kapelle in Leoben.

    ANDREAS SCHÖBERL

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