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Zuletzt aktualisiert: 16.01.2009 um 09:48 UhrKommentare

Leoben: Hört Bürgermeister Konrad auf?

Leobens Bürgermeister überlegt und das LKH-2020-Projekt soll gerettet werden.

Bleibt er oder geht er? Gemeint ist Matthias Konrad, seit 15 Jahren Leobens Bürgermeister. Amtsmüdigkeit ist ihm noch keine zu attestieren, doch immerhin feiert er im Wahljahr 2010 seinen 67. Geburtstag. Er selbst möchte im Juni entscheiden, ob er nochmals kandidiert oder nicht.

Ambitionen. "Die ganz große Freude kommt nicht mehr auf", meinte Konrad am Donnerstag, aber ausschließen möchte er eine neuerliche Kandidatur nicht. Über mögliche Nachfolger wird bereits eifrig spekuliert. Konrad möchte keinen nennen. Außer, dass es einer zwischen 40 und 50 Jahren sein sollte. Damit käme Anton Lang (49) ins Spiel, der erst kürzlich in den Landtag berufen wurde. Auch der Landtagsabgeordnete Erich Prattes (61) und Finanzstadtrat Harald Tischhardt (57) sind Kronprinzen, denen man Ambitionen nachsagt. Nicht ganz aus dem Nachfolgerennen dürfte auch Vizebürgermeister Max Jäger (56) sein.

LKH 2020. Bei dem vom Vize-Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Vizekanzler/Finanzminister Josef Pröll initiierten Wirtschaftsgipfel in Graz wurde wieder das Projekt LKH 2020 angesprochen – also der längst fällige Neubau wichtiger Einheiten des Landeskrankenhauses Graz. In der Klinikleitung wurde ob der heiklen aktuellen Verhandlungen Stillschweigen vereinbart, trotzdem ist durchgesickert: Es gibt den Vorschlag, den Bundes-Anteil des 2020-Projekts, bei dem insgesamt 600 Millionen Euro in 15 Jahren verbaut werden, im Regierungs-Strukturpaket gegen die Wirtschaftskrise einzubetten. Das LKH 2020 wäre eine der größten Baustellen Mitteleuropas, man könnte damit nicht nur in der kriselnden Bauwirtschaft Impulse setzen.

Wenig Spielraum. Woran es weiter hapern könnte? Der Bund wollte lediglich 33 Prozent der Kosten übernehmen, das Land forderte von der alten Regierung 50 Prozent. Insider orten von beiden Seiten wenig Spielraum. Von ÖVP-Seite wurde wieder Hilfe versprochen, denn ob der prekären baulichen Situation und der hohen laufenden Renovierungskosten ist Eile geboten. SPÖ-Gesundheitslandesrat Helmut Hirt: ?Wir wollen lieber heute als morgen zu einer Einigung kommen.“

A. SEEBACHER, D. HUBMANN

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