Der Fußballplatz hat ihn wieder
Ex-DSV-Coach Dejan Stankovic trainiert jetzt Vöcklabruck und zeigt keinerlei Beißhemmung.

Foto © GEPADejan Stankovic ist jetzt Trainer von Vöcklabruck
Die Durststrecke muss einem wie ihm fast unerträglich vorgekommen sein. Immerhin schrieb man den 2. November 2007, als er nach dem 1:0-Sieg von Leoben gegen Schwanenstadt vom damaligen DSV-Boss Hans Linz ins Abseits gestellt wurde. Seit mehr als einem Jahr hat Vollblut-Trainer Dejan Stankovic also (bis auf ein kurzes Gastspiel als Waidhofen-Coach, in dem er den Regionalligisten vor dem Abstieg bewahrte) auf die Adrenalinausschüttung auf dem Fußballplatz verzichten müssen.
Saisonende. Gut für den Blutdruck, schlecht fürs Gemüt. Bei einem wie ihm, der beim Treffen mit Vöcklabrucks Sportdirektor Helmut Nussbaumer keine zwei Minuten benötigte, um sich dafür zu entscheiden, den Klub zu übernehmen. "Das Geld war nicht so wichtig, entscheidend war, dass ich wieder bei einem Klub mit Perspektive in der Ersten Liga arbeiten kann", sagt Stankovic. Der Vertrag soll bis Saisonende laufen, mit Option auf Verlängerung. Die Details sind fixiert, unterschrieben wird am Montag.
Vertragsverhandlung. Sein neuer Klub liegt auf Platz zehn der Tabelle, also um einen Platz und einen Punkt hinter dem DSV. Der ist zwar nach wie vor Stankovics Lieblingsverein, Beißhemmung werde es beim 51-Jährigen bei direkten Begegnungen trotzdem keine geben, wie er lachend erklärt: "Sollten wir gewinnen, täte mir das leid für den DSV. Aber ich habe noch nie jemanden gewinnen lassen, nicht einmal meinen Sohn Marko, als er klein war, beim Basketball." Bei der Vertragsverhandlung hat Stankovic übrigens nur diesen Wunsch deponiert: "Ich habe gesagt, dass ich die meiste Zeit auf dem Fußballplatz verbringe und man mir eine Wohnung gleich in der Nähe besorgen soll." Wen wundert's, bei einem wie ihm...







