"Der Respekt war zu groß"
Aufsteiger Leoben durfte sich erstmals in der Handball-Liga Austria mit Meister Bregenz messen. Das Vergnügen hielt sich in Grenzen: Es setzte eine 18:31-Niederlage.

Foto © GEPA
Der ambitionierte Aufsteiger gegen den oftmaligen österreichischen Meister - im Match zwischen Union Leoben und Bregenz waren die Ausgangspositionen klar vergeben. "David" Leoben verfügt über 40.000 Euro Jahresbudget, "Goliath" Bregenz über rund 1,5 Millionen. Bei den Vorarlbergern spielt das halbe Nationalteam, zwölf Spieler sind Profis. Leoben hat gerade einen Profi.
Dementsprechend verlief die Partie auch. Nach 15 Minuten stand es schon 4:8 aus der Sicht des Gastgebers, zur Pause lasen die immerhin 600 Fans 6:16 auf der Anzeigetafel. Wann immer die Bregenzer Ernst machten, konnten sie von der obersteirischen Hintermannschaft kaum gehalten werden. Umgekehrt agierte Leoben im Angriff recht konzeptlos, wenn man einmal durchkam, war Nationaltorhüter Nikola Marinovic eine fast unbezwingbare Hürde.
"Unsere Spieler haben zu viel Respekt", sagte Leoben-Boss Claus Hödl zur Pause. Und: "Wir hätten den Favoriten gerne länger geärgert." Nach 43 Minuten durfte Marinovic Platz machen, Leoben spielte danach in der Offensive mutiger. Am Ende hieß es 18:31. "Mit der Defensivleistung bin ich zufrieden", meinte Leobens Spielertrainer Zdravko Medic, der kaum ins Geschehen eingegriffen hatte. Das soll sich am Montag wieder ändern, wo man im Cup gegen den Führenden der niederösterreichischen Landesliga, Stockerau, unbedingt gewinnen will.








