Arbeiterkammer: "AT&S-Kündigungen von langer Hand vorbereitet"
Die offiziell gewordenen Kündigungen bei AT&S in Leoben-Hinterberg sind für den Präsidenten der steirischen Arbeiterkammer, Walter Rotschädl, offensichtlich von langer Hand vorbereitet.

Foto © ArbeiterkammerWalter Rothschädl: "Vorgangsweise bei AT&S verheerend"
Es dränge sich der Verdacht auf, dass die Finanzkrise lediglich ein Vorwand sei: "Mit der angekündigten Verkleinerung des Areals, der Verlagerung von Maschinen nach Indien und der damit verbundenen Kapazitätsrücknahme ist klar, dass es sich hier um kein kurzfristiges Durchtauchen der aktuellen Krise handelt."
Schlechtes Beispiel. Diese Vorgangsweise sei umso verheerender, als ein so genannter "Paradeunternehmer" wie Hannes Androsch mit schlechtem Beispiel vorangehe, so Rotschädl: "Ich appelliere an alle Unternehmer mit sozialer Verantwortung, die Finanzkrise nicht als Vorwand für Strukturbereinigungen und Verlagerungen ins Ausland zu nehmen, die bei Anspringen der Konjunktur nicht mehr rückgängig gemacht werden können."
Verantwortung. Es müsse alles unternommen werden, um einen Flächenbrand in der steirischen Industrie zu verhindern, erneuerte Rotschädl seine Forderung nach einer Steiermark-Stiftung für all jene Beschäftigten, die in den Unternehmen kurzfristig aufgrund der Finanzkrise keine Beschäftigung finden: "Ich fordere die Unternehmen auf, die Verantwortung für ihre Mitarbeiter wahrzunehmen und dazu einen Beitrag zu leisten."
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