Leobener Baufirma Östu-Stettin wird von der Habau-Gruppe übernommen
Die traditionsreiche Leobener Baufirma Östu-Stettin wird von der Habau-Gruppe übernommen. Eigenständigkeit und Mitarbeiter bleiben erhalten.
Wie berichtet übernimmt die oberösterreichische Habau Hoch- und Tiefbaugesellschaft 100 Prozent des Leobener Traditionsbetriebes Östu-Stettin. Die wichtigste Nachricht: Die Standorte bleiben erhalten und Mitarbeiter werden keine abgebaut. Durch die Übernahme entsteht ein Firmenkonglomerat mit mehr als 3600 Mitarbeitern und rund 885 Millionen Euro Umsatz. Doch was ist der Hintergrund für die Übernahme, was haben die neuen Eigentümer vor?
Entstehung. Östu-Stettin entstand 1995 aus der Fusion der Bauunternehmen Stettin Hoch- und Tiefbaugesellschaft und Östu (Österreichische Schacht- und Tiefbauunternehmen). Vor etwa zwei Jahren wurde das Unternehmen an die drei leitenden Angestellten Peter Jelitzka, Hans Günther Marchl und Peter Schwab verkauft. Das Führungstrio wird auch weiterhin in der Geschäfsleitung tätig sein.
Firmenmotto. Obwohl das Firmenmotto "wir bauen alles" - von Hoch- und Tiefbau über U-Bahn-, Industrie- und Kläranlagenbau - lautet, ist Östu-Stettin einer bereiteren Öffentlichkeit insbesondere wegen der Aktivitäten im Tunnelbau bekannt. "Sie brauchen einen Tunnel? Wir planen, graben und sprengen Ihnen einen", heißt es launig auf der Unternehmensseite im Internet. Das Unternehmen beschäftigt 600 Mitarbeiter und peilt für 2008 einen Gruppenumsatz von 177 Millionen Euro an. Neben der Zentrale in Leoben betreibt man eine Niederlassung in Wien sowie Tochterunternehmen in Ungarn.
Fünftgrößtes Unternehmen. Habau ist gemessen am Gruppenumsatz nach den Konzernen Strabag, Porr, Alpine und Swietelsky, die allesamt über der Milliardengrenze liegen, das fünftgrößte Bauunternehmen Österreichs, Östu-Stettin rangierte zuletzt auf Platz 18.
"Hervorragende Ergänzung". Bei Habau sieht man den Zukauf als "hervorragende Ergänzung". Aufgrund der ähnlichen Geschichte der beiden Bauunternehmen - Habau wurde 1913 ebenfalls als Familienbetrieb gegründet - erwarte man, dass sich die Kooperation leicht gestalten lasse.
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Die Standorte bleiben erhalten und Mitarbeiter werden keine abgebaut. Durch die Übernahme entsteht ein Firmenkonglomerat mit mehr als 3600 Mitarbeitern und rund 885 Millionen Euro Umsatz.









