Derby-Thriller ging an die Grazhoppers
Graz gewann das Steirer-Derby gegen Bärnbach/Köflach mit 29:26. Bruck und Leoben verloren. Bruck und Leoben unterlagen.
Ein Derby-Thriller war angesagt und an diese Vorgabe haben sich die Akteure am Samstag in Graz auch diszipliniert gehalten. Die erste Überraschung wurde den mehr als 800 Fans, die sich in bester Stimmung in Eggenberg zum Schlager Grazhoppers (Tabellenführer) gegen HSG Bärnbach/Köflach (Dritter) eingefunden hatten, gleich nach dem Anpfiff serviert: Die Grazer legten nämlich (eher untypisch) mit echtem Tempohandball los.
Fehler. Damit blieb man bis zur 20. Minute erfolgreich, versäumte es allerdings, sich abzusetzen. Ein schwerwiegender Fehler: Das 5:7 wurde von Bärnbach/Köflach binnen kurzer Zeit in ein 9:7 verwandelt. Weil es die Weststeirer bei 11:9 aber ebenfalls nicht schafften, davonzuziehen, folgte die Strafe auf dem Fuß: Mit 12:12 ging es in die Pause. Für Spannung in der zweiten Halbzeit war jedenfalls gesorgt.
Dort hatte Bärnbach/Köflach zwar den besseren Start und zudem die Chance auf einen Drei-Tore-Vorsprung. Ab der 48. Minute gaben aber die Grazer den Ton an und die anschließende Führung bis zum Endstand von 29:26 nicht mehr aus der Hand. Vor allem Robert Hübler (mit neun Toren bester Werfer), Alan Belko und Darko Jelicic zeigten sich als Leistungsträger.
Zugemacht. "Wir haben in der entscheidenden Phase der zweiten Halbzeit den Sack nicht zugemacht", ärgerte sich HSG-Obmann Gerhard Langmann und schimpfte über die Schiedsrichterleistung: "Mehr als parteiisch!" Michael Schweighofer, der Grazhoppers-Obmann, schwärmte hingegen vom besten Spiel, das er heuer in der Bundesliga gesehen habe. "Jeder hätte gewinnen können, wir hatten das Glück des Tüchtigen."
Zwei Niederlagen. Ein Glück, das Bruck in Linz fehlte: Man unterlag mit 24:26 (11:13), nachdem man einen Sieben-Tore-Rückstand aufgeholt hatte und in der 50. Minute sogar in Führung lag. Fast erwartungsgemäß setzte es hingegen für Leoben, den steirischen Vertreter in der HLA, eine Niederlage gegen Hard (37:26). Mit Goalie Lukas Blaha, der sich im Spiel verletzt hatte, fehlten fünf Stammspieler.








