Duarte sorgte mit Sieg für Sensation bei U23-Straßenrennen
Der Kolumbianer holte in Varese U23-WM-Titel im Straßenrennen. Schöffmann wurde als 15. bester Österreicher. Sokoll nur 68.

Foto © APFabio Andres Duarte mit seiner WM-Medaille
Der Kolumbianer Fabio Andres Duarte hat den
Italienern im U23-Straßenrennen der Rad-WM in Varese die Party verdorben. Die Gastgeber waren im Finish mit drei Fahrern in der
zehnköpfigen Spitzengruppe vertreten, wurden aber vom 22-Jährigen überrascht. Duarte trat vor der Schlusskurve wenige hundert Meter vor
dem Ziel an und gewann vor dem enttäuschten Azzurro Simone Ponzi. Der Deutsche John Degenkolb wurde Dritter. Der Steirer Martin Schöffmann klassierte sich nach 173 KIlometern (10 Runden) als Bester des ÖRV-Quartetts an der 15. Stelle (+22 Sekunden).
Ausgerissen. Duarte war mit einer elfköpfigen Gruppe schon in der ersten Runde ausgerissen und hielt sich als einziger dieser Fahrer auch in den folgenden Spitzengruppe. "Ich war den ganzen Tag unter den Ausreißern und auch im letzten Anstieg noch sehr stark. Der Angriff war meine
einzige Chance", sagte der Fahrer aus Bogota.
Schöffmann (Team Gourmetfein Wels) fühlte sich im Finale sehr stark und sprintete mit der ersten Verfolgergruppe um Rang zwölf.
"Unsere Taktik war auf Abwarten ausgelegt, am Schluss habe ich noch das Bestmögliche herausgeholt", sagte der Leobener.
Alles riskiert. Der Kärntner Volksbank-Profi Christoph Sokoll hatte bis zur vorletzten Runde eine aussichtsreiche Position in der Verfolgergruppe
hinter einer 23-köpfigen Spitze, doch es fand sich kein Team, das bei nur 1:30 Minuten Rückstand Tempo gemacht hätte. Als einziger
Österreicher in dieser Gruppe war der 22-Jährige chancenlos und belegte schließlich mit 2:30 Minuten Rückstand Rang 68 unter 109
klassierten Fahrern. "Ich habe alles riskiert, aber in der letzten Runde war der Ofen aus."








