Baufirma um viel Geld betrogen
Angestellte sollen Rechnungen fingiert und Geld selbst kassiert haben.
Die Angelegenheit zog sich über fünf Monate, am Freitag der Vorwoche erstattete die Geschäftsführerin einer kleinen Brucker Baufirma schließlich die Anzeige. Ihr Verdacht: Zwei Mitarbeiter der Firma sollen ihr fingierte Rechnungen vorgelegt und so eine größere Summe in die eigene Tasche kassiert haben.
Rechnungen. "Der Mitarbeiter einer Wiener Agentur stellte Rechnungen für Leiharbeiter-Arbeitsstunden und Putzarbeiten auf Baustellen aus", so ein Ermittler des Landeskriminalamtes, Außenstelle Niklasdorf, das die Ermittlungen leitete. Die beiden Mitarbeiter der Baufirma, darunter der Bauleiter, legten die Rechnungen dann der Chefin vor, die die Summen an den Bauleiter in bar auszahlte. Dieser sollte das Geld an die Wiener Agentur weiterleiten, doch stattdessen soll er es laut Anklage in die eigene Tasche gesteckt bzw. mit den beiden mutmaßlichen Mittätern geteilt haben.
180.000 Euro. Doch der Bauleiter soll sich noch weiter bereichert haben: Die Rede ist von zwei Firmenfahrzeugen, Firmentelefonen und einem Laptop, die der 31-Jährige nach seiner Kündigung einbehalten haben soll. Dadurch entstand ein Gesamtschaden von rund 180.000 Euro.
Geständig. Während der Mitarbeiter der Wiener Agentur voll geständig sein soll und deshalb, wie auch die Lebensgefährtin des Bauleiters, auf freiem Fuß angezeigt wurde, landete die beiden anderen in Untersuchungshaft.
Spieß umgedreht. Der Bauleiter und sein Kollege sollen bei der Einvernahme nämlich den Spieß umgedreht haben. "Sie behaupten, dass die Geschäftsführerin das Geld selbst veruntreut hat", so die Polizei.








