Fast wie bei "Baywatch"
Der Leobener Polizist Alfred Frühauf (53) wurde am Strand von Lignano zum Lebensretter: Älterer Mann trieb leblos im Meer, der Steirer reagierte schnell und richtig.

Foto © PrivatAlfred Frühauf rettete am Strand von Lignano ein Leben
In seinem Beruf macht Alfred "Freddy" Frühauf aus Leoben Jagd auf Drogendealer, in seiner Freizeit greift er in die Basssaiten. Und im Urlaub? Da zeichnet sich der Polizist und Musiker als Lebensretter aus. So geschehen am Mittwoch in Lignano, wo der 53-Jährige einen leblosen Badegast aus der Adria zog und bei der Reanimation mitwirkte.
Körper leblos im Wasser. "Ich wollte gerade mit meiner Tochter und der Enkelin mit einem Boot ins Meer hinauspaddeln", schildert der Leobener Kriminalbeamte der Kleinen Zeitung. Auf einmal sah er, wie eine Frau wild umherfuchtelte und Richtung Meer deutete. Etwa 200 Meter vom Badestrand Nummer 13 entfernt trieb ein Körper leblos im Wasser. Was Frühauf ärgerte: "Da waren sicher tausende Leute am Strand, aber keiner hat etwas getan." Er selbst zögerte keine Sekunde, warf sich in die Fluten und schwamm zu dem Opfer, das im seichten Wasser trieb, hinaus. Gleichzeitig hatte sich auch schon ein Strandwächter auf den Weg gemacht. Gemeinsam packten die beiden Männer den etwa 70-Jährigen und zogen ihn - teils schwimmend, teils watend - ans Ufer. Dort begannen sie sofort mit den Wiederbelebungsmaßnahmen. "Ich machte die Herzmassage, der Bademeister die Beatmung."
Professionelle Helfer. Wieder vergingen Minuten, bis professionelle Helfer eintrafen. Da hatte das Opfer bereits wieder zu atmen begonnen. Die Sanitäter setzten die Reanimation mit dem Defibrillator fort, der Steirer zog sich wieder zurück. Schließlich musste er ja das geliehene Paddelboot rechtzeitig zurückgeben. Von der Dame beim Bootsverleih erfuhr Frühauf später, dass der Gerettete wieder auf dem Weg der Besserung sei.







