Bald steirische Zivilisten auf Streife?
In Kraubath häuften sich in jüngster Zeit Straftaten. Nun soll über die Einrichtung eines "Streifendienstes" durch Zivilisten diskutiert werden.

Foto © APA/SujetIn Kraubath will man sich künftig mittels zivilem "Streifendienst" gegen die ansteigende Kriminalität zur Wehr setzen
Der Überfall auf die Raiffeisenbank, bei dem die Täter versucht haben, den Bankomaten abzutransportieren, hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Ich habe die Bevölkerung noch nie so in Aufregung erlebt", erzählt Erwin Puschenjak, Bürgermeister von Kraubath.
Am Mittwoch, dem 2. September, beruft er zum Thema "Sicherheit in Kraubath" einen Bürgermeister-Stammtisch im Gasthaus Gassner ein. Konkret soll über die Einrichtung eines "Streifendienstes" von Zivilisten diskutiert werden, der am Wochenende in den Nachtstunden mit einem Privatauto seine Runden dreht. Auf der Einladung zu dem Stammtisch ist gar von einer "Bürgerwehr" die Rede: "Das ist bewusst provokant formuliert. In diese Richtung soll es aber nicht gehen, eigenmächtige Handlungen, die in die Kompetenz der Polizei eingreifen, wird es sicher keine geben." Es bestehe aber Handlungsbedarf.
Die Bürger "fühlen sich nicht mehr sicher"
"Die Menschen in Kraubath fühlen sich nicht mehr sicher. Einbrüche in Geschäfte, ins Gemeindeamt und in Privathäuser häufen sich. Der Diebstahl eines Autos vor kurzem am helllichten Tag war überhaupt ein Novum bei uns", so Puschenjak.
Die Reformen bei der Polizei hätten zu einer enormen Personalknappheit geführt: "Seitdem ich Bürgermeister bin, ist für mich Polizeireform fast gleichbedeutend mit Personalkürzungen. Ich weiß, dass die Polizei tut, was sie kann. Aber es gibt zu wenig Beamte", so Puschenjak.











