Kammern: Sparstift regiert
Voranschlag 2012 mit den Stimmen der SPÖ beschlossen, ÖVP enthält sich ihrer Stimmen. Verschuldungsgrad in Kammern deutlich gesenkt.
Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Kammern stand, wie in allen anderen Gemeinden, der Voranschlag 2012 im Mittelpunkt. Der ordentliche Haushalt weist einen Abgang von 382.500 Euro auf. "Zieht man den Sollabgang der Jahre 2009 und 2010 in der Höhe von 390.000 Euro ab, so weist der ordentliche Haushalt sogar einen kleinen Überschuss in der Höhe von 7500 Euro auf", erklärt SP-Bürgermeister Karl Dobnigg. Für die Abdeckung des Sollabgangs sei vom Landeshauptmann bereits Unterstützung zugesagt worden. Der außerordentliche Haushalt weist Einnahmen von 793.000 Euro und Ausgaben von 889.000 Euro auf. Das ist ein Abgang von 95.000 Euro. "Vorgesehen sind im außerordentlichen Haushalt kleinere Straßensanierungen sowie die Sanierung des Kindergartens", so Dobnigg.
Der Verschuldungsgrad beträgt 4,47 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 10,89 Prozent. "Wir sind sparsamst umgegangen, aber Sparen ist weiterhin angesagt", betont Dobnigg.
Die ÖVP enthielt sich beim Haushaltsvoranschlag ihrer Stimmen, weil "nicht alles so schön ist, wie es dargestellt wird", erklärt Gemeindekassier Anton Kühberger. Nicht einverstanden zeigt sich die ÖVP mit den Indexanpassungen der Gebühren. "Wasser ist heuer ohnehin schon um 70 Prozent teurer geworden, und ohne Bedarfszuweisungen von 260.000 Euro würde alles anders ausschauen", so Kühberger.
Zur Gemeindestrukturreform erklärte Dobnigg, dass alle vier Bürgermeister der Kleinregion Liesingtal übereingekommen seien, dass die Gemeinden selbstständig bleiben wollen. "Wir sind für Kooperationen, aber nicht für Zusammenlegungen", so Dobnigg. Im Jänner werde es ein Treffen der Kleinregion geben, um ein gemeinsames Schreiben an Franz Voves und Hermann Schützenhöfer aufzusetzen.








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