Freiinger sieht sich politisch am Abstellgleis
Gerhard Freiinger, Ex-Bürgermeister von Eisenerz, kritisiert Grossmann.
EISENERZ. Punkt 29 der Tagesordnung der jüngsten Gemeinderatsitzung in Eisenerz klang harmlos: Nominierung Verein Steirische Eisenstraße und Erz und Eisen GmbH. Der Grund für die Nominierung machte aber neugierig: Gerhard Freiinger, Obmann der steirischen Eisenstraße und Aufsichtsratsmitglied der Erz und Eisen GmbH, war aus beiden Funktionen ausgeschieden. Ihm folgt Vizebürgermeister Christian Berger.
Keine Unzufriedenheit mit der Eisenstraße ließ Freiinger seine Funktionen zurücklegen, sondern die Politik. "Ich fühle mich abserviert", erklärte er gestern. Nachdem der Eisenerzer Musikschuldirektor und ehemalige Vorsitzende des Musikschulbeirates die für Musikschulen zuständige Landesrätin ob ihrer Musikschulpolitik und der "unfassbaren Einsparungen" scharf kritisiert hatte, wurde er "politisch fallen gelassen". "Ich wurde aus dem Aufsichtsrat der VA Erzberg eliminiert, per Weisung wurde mir meine Sekretärin gestrichen. Deshalb habe ich alle meine Ämter zurückgelegt", erzählte er.
Als Eisenstraßen-Obmann sei es aber wichtig, gute Kontakte zu haben, um etwas weiterzubringen. "Die habe ich politisch gesehen im Moment nicht mehr, wie es scheint", sagt er und betont, einfach in Ruhe seine Job Musikschuldirektor und leidenschaftlicher Musikpädagoge machen zu wollen. JOHANNA BIRNBAUM









