Erzbergbahn kämpft weiter
Verein Erzbergbahn hat einige private Unterstützer gefunden, die mit Großgeräten helfen werden, die vermurte Strecke aufzuräumen. Kommende Woche wird der Einsatz koordiniert.

Foto © Verein ErzbergbahnRene Thaller, Obmann des Vereins Erzbergbahn, arbeitet mit seinem Team mit Hochdruck an der Instandsetzung der Strecke
Nachdem schwere Unwetter im Juli große Teile der Erzbergbahn schwer beschädigt hatten, bemüht sich der Verein Erzbergbahn, die vermurte Strecke aufzuräumen und instand zu setzen. Das gestalte sich sehr schwierig, wie Vereinsobmann Rene Thaller erklärt: "Wir bekommen aus dem Katastrophenfonds eine Quote des Schadens ersetzt. Das läuft von Gesetzes wegen über den offiziellen Beamtenweg. Darüber hinaus bekommen wir aber von offizieller Seite keine Förderungen", bedauert Thaller.
Direkt nach der Unwetterkatastrophe habe der Verein mit Christine Holzweber, Bürgermeisterin von Eisenerz, ein Schreiben an die Büros von Landeshauptmann Franz Voves und seinem Stellvertreter Hermann Schützenhöfer geschickt: "Von Schützenhöfer hat es geheißen, dass das Tourismusressort nicht zuständig ist, wir wurden an Voves weitergeleitet. Dort wurde geprüft, ob das Bundesheer einen Assistenzeinsatz leisten könnte. Das ist gesetzlich nicht möglich, weil es keine akute Bedrohung gibt", führt Thaller aus. Das Problem der Erzbergbahn sei, dass es auf Landesebene kein Ressort gebe, das für die Institution zuständig ist: "Da haben wir dasselbe Problem wie der Flascherlzug in Stainz und die Feistritztalbahn. Vom Tourismusressort kommt gar nichts, von der Kultur kaum etwas, obwohl die Erzbergbahn eine von drei Bahnen Österreichs ist, die unter Denkmalschutz stehen", so Thaller. Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder sei die Einzige, die in der Landesregierung Lobbying für die Erzbergbahn betreibe: "Sie ist die Speerspitze. Und das, obwohl ihr Ressort thematisch am weitesten weg liegt."
Private Helfer
Nach dem Aufruf nach privaten Helfern hätten sich einige gemeldet, die ihre Muskelkraft zum Schaufeln angeboten haben: "Dafür ist es aber noch zu früh, das hilft uns momentan nicht. Wir brauchen Großgeräte, um die Strecke freizubekommen. In den vergangenen Tagen haben sich dann doch einige Firmen und Private gemeldet, die zum Beispiel Bagger haben." In der kommenden Woche werde man sich mit den Helfern zusammensetzen, um die Räumungsarbeiten zu koordinieren. "Wie es danach weitergeht, kann ich noch gar nicht sagen. Dann muss der Gleiskörper hergerichtet werden. Danach wird der Verein wohl wieder auf sich alleine gestellt sein", befürchtet Thaller.
Bis auf Weiteres fährt die Erzbergbahn bis zum Bahnhof Erzberg und nicht weiter. "Zum Glück hat Abenteuer Erzberg schnell reagiert und das Programm mit Anschlussfahrten sofort organisiert."








