Das "Pfadi-Heim" verfällt vor sich hin
Seit Jahren fristet das Pfadfinderheim am Leopoldsteinersee ein baufälliges Dasein. Jetzt wollen die Pfadfinder dort neu durchstarten, werden das Haus sanieren und hoffen auf Hilfe.
Ein schöneres Plätzchen am Leopoldsteinersee gibt es wohl kaum, um ein herrliches Vereinsheim zu errichten. Direkt am See, nur etwa 250 Meter Luftlinie vom großen Parkplatz beim Seeausfluss entfernt, und von dort in nur etwa zehn Minuten Gehzeit zu erreichen. Das Pfadfinderheim hat was. Aber es ist baufällig ohne Ende. Der Zaun um das Grundstück fast gar nicht mehr zu sehen oder zusammengemorscht, das Holzhaus selbst lässt auch schon bessere Zeiten vermuten. Das Pfadi-Heim fristet ein trauriges Dasein.
Und das im Besitz der Forstverwaltung Hohenberg stehende Gebäude ist schon seit Jahrzehnten an die Eisenerzer Pfadfinder verpachtet. "Und es muss wirklich bald etwas geschehen, weil das Heim ganz furchtbar ausschaut. Die Pfadfinder als Pächter sind aufgefordert, es zu richten. Es geht so nicht weiter", äußert sich Walter Butter, Verwalter der Forstverwaltung Hohenberg, zum Verfall des Hauses.
Für das es auch Interessenten gibt, die das fantastisch am See gelegene Holzhaus mit Handkuss nehmen würden, wie in Eisenerz zu hören ist. Aber von einer Neuverpachtung kann überhaupt keine Rede sein, denn die Eisenerzer Pfadfinder wissen um ihr Kleinod, wie Heinz Reifensteiner, quasi Oberpfadfinder in Eisenerz bestätigt.
Bausteinaktion
"Wir werden das Haus auf jeden Fall herrichten. Es wird nicht leicht werden, weil wir beispielsweise das morsche Holz, das im Wasser ist, austauschen müssen und auch innen viel zu tun ist, aber wir haben da schon Ideen, wie wir es umsetzen können", erklärt Reifensteiner. Er denkt beispielsweise an eine Bausteinaktion und setzt auch auf Spenden und die Mithilfe der Bevölkerung.
Die Eisenerzer Pfadfinder bestünden derzeit aus etwa 20 Mitgliedern. "Wir wollen aber wieder mehr junge Leute ansprechen, weil es in Eisenerz selbst ja immer weniger Möglichkeiten für junge Leute gibt", sagt der Pfadfinder-Chef überzeugt. Und er erinnert sich, als sein Vater noch die Pfadfindergruppe leitete. "In den 70er- und 80er-Jahren hat es in Eisenerz so zwischen 80 und 100 Pfadfinder gegeben. Das wäre ein Ziel, wieder so viele für unsere Ideen zu begeistern. Mit einem hergerichteten Pfadfinderheim am Leopoldsteinersee soll der erste Schritt für das Erlebnis Pfadfinder getan werden.







