1750 Schneemänner am Fuße des Erzbergs
Fröhlich wurde am Samstag in der Eisenerzer Innenstadt der gelungene Weltrekordversuch im Schneemannbauen gefeiert. Dieser Erfolg soll die Initialzündung für weitere gemeinsame Aktionen sein.
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Es ist einfach so schön, weil so viele mittun und sich wirklich darüber freuen", sagt Raudisgund Tobias freudestrahlend. Und das ist auch spürbar. Nicht nur am Freitag, als Punkt 12 Uhr das Ergebnis des Weltrekordversuchs auf dem Bergmannplatz offiziell verkündet wurde. Unter tosendem Applaus vieler Eisenerzer und Gäste, die sich in den vergangenen Wochen eifrig daran beteiligt hatten, den Weltrekord zu brechen, um ins Guiness Buch der Rekorde zu kommen. "Wir haben vor dem Seniorenheim einige Schneemänner gebaut", erzählen vier ältere Damen mit leuchtenden Augen und einem Lächeln im Gesicht. Jung und Alt packten mit an. Kindergartenkinder genauso wie Senioren. "Eine 90-Jährige hat mir ein Foto eines Schneemanns gebracht und gefragt, ob sie damit auch mitmachen könne", erzählt Raudisgund Tobias, die gemeinsam mit Axel Pühringer den Rekordversuch organisierte.
Und diese Freude über ein gemeinsames Projekt, das durchgezogen wurde und zu einem Rekordergebnis führte, ist deutlich spürbar. "Des i super. Wir haben schon so viel Geld für Studien und Projekte ausgegeben. Da kommt jemand mit der Idee, Schneemänner zu bauen. Das kostet nix und alle tun mit Begeisterung mit", sagt ein Eisenerzer Geschäftsmann kopfschüttelnd.
Im gesamten Stadtgebiet sind die weißen Gesellen zu sehen. "Willkommen in der Schneemannstadt", steht auf einem Schild, das - natürlich - von einem Schneemann gehalten wird, am Ortseingang von Eisenerz. Einer von mehr als 1700, die die Bevölkerungszahl der Erzbergstadt hinaufschnellen lassen.
Weltmeister
"Wir Eisenerzer - wir sind Weltmeister" heißt es auf der Weltrekord-Homepage. Und genau das Gefühl bringen die Eisenerzer hinüber. Nicht Jammern ist angesagt, sondern das Gefühl genießen, gemeinsam einen Weltrekord geschafft zu haben. "Das wird nicht das letzte Projekt gewesen sein, das wir angehen. Dazu brauchen wir nicht viel Geld, sondern die Hilfe aller", erklärt Raudisgund Tobias. Und viele Anwesende, die zwischen den Schneefiguren draußen und den ausgestellten Bilder aller Kunstwerke im Schöps-Haus pendeln, nicken zustimmend.
"Ich baue mit meinen Enkelkindern öfter Schneemänner", erklärt Christine Mitter, die gemeinsam mit Maria Wildling riesige Schneefiguren im Krumpenthal geschaffen hat. Und auch Dieter Nitsche baute mit den Enkelkindern: "Ich habe gesagt, wir bauen eine Sponge-Bob. Solange der vor der Tür steht, wird er im Fernsehen nicht geschaut."
Seit Samstag heißt es in Eisenerz auf jeden Fall: Alles Schneemann, oder was?










