Disziplin der Besucher begeistert Veranstalter
Eine sehr positive Bilanz zogen die Verantwortlichen des Erzberg Rodeos. Alle freuen sich schon auf das Rodeo 2010 nächstes Jahr, wo auch das Bundesheer als Hilfe zum Einsatz kommen soll.

Foto © KLZ DIGITAL/Scheriau
Das Erzberg Rodeo 2009 ist geschlagen, und die Verantwortlichen sind in allen Bereichen sehr zufrieden. Allen voran Karl Katoch, Mister Erzbergrodeo, Sportverantwortlicher und Veranstalter der ersten Stunde. "Ich muss jetzt alles einmal setzen lassen, aber es waren wunderbare vier Tage mit vielen Teilnehmern und Besuchern, die alle sehr diszipliniert waren", sagte er gestern Nachmittag im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. "Jetzt machen wir das schon seit 15 Jahren hier, 14 Jahre lang musste ich wirklich kämpfen, aber so eine gute Zusammenarbeit wie jetzt hat es mit den Verantwortlichen der VA Erzberg noch nie gegeben. Wir haben in Ruhe arbeiten können, und das war wirklich super", streute Katoch in Richtung Voestalpine Erzberg, der Hausherrin am Erzberg, Blumen.
Bundesheer benötigt
Aber Katoch wäre nicht Katoch, wenn er nicht schon ans Erzbergrodeo 2010 denken würde. "Damit der Fortbestand gesichert ist, und wir auch weiterhin wachsen können, brauchen wir im nächsten Jahr unbedingt das Bundesheer zur Unterstützung, damit Flurschäden und Ähnliches ausbleiben", erzählte er. "Wir haben hier Besucher aus 32 Nationen, Amerikaner, Neuseeländer, Briten, Polen, und so weiter. Die fahren mit ihren Maschinen auch auf die Almen hinaus, weil sie glauben, das gehört dazu. Wenn das Bundesheer im Gelände eine Übung machen würde, wäre dieses Problem der Flurschäden durch die Motorradfahrer gelöst", meinte er klipp und klar. Demnächst soll es auch ein Gespräch mit Verteidigungsminister Norbert Darabos geben. Und auch bei Landeshauptmann Franz Voves will der rührige Motorsportveranstalter noch vorsprechen.
Begeistert zeigte sich Katoch übrigens auch von den vielen Tausenden Besuchern. Aus Sicherheitsgründen musste 15 Minuten vor Rennbeginn am Sonntag eine Etage geräumt werden. Hunderte hatten sich dort schon Stunden zuvor die besten Plätze gesichert. "Ich habe eine Vereinbarung mit der VA Erzberg, dass die Etagen nicht befahren werden sollen. Kurz vorm Start habe ich raufgeschaut und die vielen Leute gesehen", erzählte er. Also rauf aufs Motorrad und Leute wegschicken. Das hat Katoch gleich selbst erledigt. "Ich war so perplex, dass alles so schnell und reibungslos ging. Die Fans waren super", sagte er begeistert.
Auch Erwin Schume, der für den Ablauf der Rettungsorganisationen zuständig war, war gestern sehr zufrieden: " Es hat zwar viele Abschürfungen und einige schwere Verletzungen in Form von Knochenbrüchen oder Gehirnerschütterungen gegeben, aber nichts Lebensbedrohliches", meinte er erleichtert. Laut Polizei wurden zwei Jugendliche mit 2,5 und 1,7 Promille aufgegriffen. 24 Jugendschutzanzeigen gab es wegen Überschreitung der vorgesehenen Ausgehzeiten.
Rennabbrüche
Kurioses geschah übrigens bei einem von zwei Rennabbrüchen. Ein Einsatzfahrzeug der Polizei fuhr während des Rennens auf der Strecke gegen die Fahrtrichtung und löste hektisches Treiben aus. Am Steuer: Bezirkspolizeikommandant Michael Mittasch. "Ich habe eine Kehre queren wollen, weil ich nicht die komplette Runde zurückfahren wollte. Die Strecke war dort 30 bis 40 Meter breit. Es hat in keiner Weise eine gefährliche Situation gegeben. Die Security hat das dort gleich durchgegeben, und ich habe erklärt, dass ich ja die Security bin. Ich habe aufgepasst, die Motorradfahrer sind innen gefahren, weil dort der kürzeste Weg war, und ich ganz außen", erzählte er gestern der Kleinen Zeitung.
Der zweite Abbruch war notwendig geworden, weil ein Fahrer, zusammengebrochen auf der Strecke entdeckt wurde. Ein Hubschrauberteam auf Erkundungsflug barg ihn leicht verletzt.
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VA Erzberg lud als Hausherrin zum Rodeo-Finale
Von seiner besten Seite zeigte sich der Erzberg bei strahlendem Sonnenschein. Die VA Erzberg, hatte Kunden und Freunde zum spektakulären Finale des Erzberg Rodeos eingeladen. Die beiden Vorstandsdirektoren Josef Pappenreiter und Christian Treml begrüßten dabei unter anderem Josef Fegerl, Vorsitzender des Aufsichtsrates und des Stiftungsrates des Erzbergs, Landesbaudirektor a. D. Gunther Hasewend, Bürgermeisterin Christine Holzweber sowie deren Vorgänger Gerhard Freiinger.










