Flieg, Daniela, flieg! Es geht um den WM-Titel
Daniela Iraschko, Schispringerin mit Eisenerzer Wurzeln, ist nach ihrer Verletzung wieder fit und freut sich auf ihre erste Weltmeisterschaft.

Foto © AP/Archivbild
Dass Schispringen längst keine Männer-Domäne mehr ist, bewies die Eisenerzerin Daniela Iraschko ja bereits 2003, als sie am Kulm die 200-Meter-Marke angeflogen ist. Dennoch dauerte es sechs Jahre, bis der Damen-Schisprung in das Programm der nordischen Ski-Weltmeisterschaften aufgenommen wurde.
Bei der WM im tschechischen Liberec (18. Februar bis 1. März) ist es erstmals soweit. Für Iraschko dennoch etwas verspätet: "Ich glaube, man hatte einfach Angst, dass es zu wenig Starterinnen geben könnte. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man den Damen-Schisprung schon früher in das Programm der nordischen Schi-WM aufnehmen hätte sollen, weil die Dichte mittlerweile wirklich sehr hoch ist", analysiert Iraschko, die kaum Unterschiede zwischen Damen- und Herren-Schisprung ortet: "Mit freiem Auge ist rein von der Bewegung her praktisch kein Unterschied zu erkennen. Der Anlauf ist bei den Damen etwas länger und die Schanzen natürlich etwas kleiner." Das erklärte WM-Ziel der Eisenerzerin ist eine Medaille, die Form stimmt kurz vor dem Bewerb bereits.
Drei Siege. So konnte Iraschko kürzlich nach überstandener Verletzung auf Anhieb das Continental-Cup-Springen in Schonach (GER) für sich entscheiden. Mit Sprüngen über 90 und 96 Meter ließ sie der Konkurrenz keine Chance. Insgesamt gewann sie drei Continentalcup-Bewerbe, beim vierten (in Baiersbronn) wurde sie bei Schneefall als Führende ohne Vorspringerin abgelassen, stürzte fast und wurde nur Zwölfte. Der Protest wurde abgewiesen.
Punktgenau vorbereitet. "Ich fühle mich gut, von den Bänderverletzungen ist nichts mehr zu spüren", erzählt Iraschko, die sich punktgenau auf die WM vorbereitet: "Es ist schwierig, weil man nur eine Chance hat, und die muss man nützen. Sprung- und vor allem Schnellkraft werde ich verstärkt trainieren, auch am Material tüfteln."








