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    Zuletzt aktualisiert: 05.12.2008 um 04:17 UhrKommentare

    Tanz der Monster beim Krampusauftrieb

    Krampusauftrieb und Perchtenläufe verkommen immer mehr zum Tanz echter Horror-Monster, kritisieren Volkskundler und viele Eltern.

    Foto © AP

    Wenn am Freitag kaum noch Krampusse, sondern fast nur echte Horror-Fratzen durch die Stadt laufen, die aussehen, als wären sie eben einem bluttrünstigen Hollywood-Schocker entstiegen, verkehrt sich gute alte Tradition in Perversion.

    Leere. "Alles wird lauter, schriller und deftiger, um die innere Leere zu überspielen", bestätigt die Volkskundlerin Sigrid Günther vom Stadtmuseum Eisenerz. Gegen den grauslichen Trend wehrt sich die Katholische Jungschar, deren Nikolausdarsteller heute und morgen ganz ohne dunklen Begleiter auf Hausbesuch kommen, um Kinder nicht zu erschrecken. "Bräuche sind immer der kulturelle Ausdruck dessen, was wir brauchen, um im Einklang mit der Natur zu leben. Aber davon sind wir heute weit entfernt. Eine Umkehr wäre gefragt. Der Einfluss der Medien, vor allem der Filme, spielt eine große Rolle."

    Es geht um den Nikolaus. Im Grunde geht es ja in diesen Tagen gar nicht um den Krampus, sondern um den Nikolaus, erklärt Günther: In der dunklen Jahreszeit kommt das neue Licht und Nikolaus ist sein Vorbote. "Sein Gegenpol ist die dunkle Macht, der Krampus oder Hirndlbua bzw. das, was heute falsch läuft", so die Volkskundlerin. "Die Perchten und Krampusse sind eine überspitzte Ansicht des ursprünglichen Brauchtums, das immer in Richtung Licht geht. Oft werden dabei nur wilde Aggressionen unbewusst ausgelebt." Der Nikolaus steht als Hoffnungsträger in der dunklen Winternacht, wo alles von Sehnsucht erfüllt ist nach Licht und Wiedergeburt. "Die Natur ist ausgezehrt, aber die Wintersaat ist bereits unter der Schneedecke als Hoffnung auf das neue Leben vorhanden."

    Perchten. Ins selbe Horn stößt Karl Veitschegger vom Referat für Glaubensinformation: "Krampus und Perchten haben mit dem Nikolaus wenig zu tun; sie waren notwendig, um den Gegensatz von Licht und Schatten darzustellen - aber immer unter dem Primat des Guten." Die Angst habe man dann immer mehr überzogen, schließlich habe das Böse ja auch eine gewisse Faszination. "Man will das, was tief in der Seele schlummert darstellen - und bannen, indem man es in den Schatten der Lichtgestalt Nikolaus stellt." Ein bisschen möcht' man halt mit dem Bösen kokketieren. Wie in Geisterbahnen und bei Halloween.

    ROBERT ENGELE

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