Kleine Verbände ganz groß
Wille zur Gemeinsamkeit demonstrieren neu vereinte Tourismusverbände Aichfeld und Gleinalm: "Die Urlaubsregion wird weiterleben."

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Dass es in der Urlaubsregion Murtal nicht nur bröselt, sondern auch Wille zur Gemeinsamkeit geprobt wird, demonstrieren die neuen Tourismusverbände Aichfeld und Gleinalm: Letzterer ist Resultat des dieser Tage erfolgten Zusammenschlusses von St. Margarethen, St. Lorenzen und Rachau mit St. Stefan ob Leoben und Kraubath. Still und leise hatten sich schon Mitte November Spielberg, Flatschach, Großlobming und Kleinlobming vereint.
Schwierig.
"Man ist einfach stärker", spielt Aichfeld-Obmann Gerald Taffanek auf die werbetechnisch schwierige internationale Präsenz an und freut sich über eine "herzerfrischende" Atmosphäre bei der jüngsten Sitzung. Der Urlaubsregion, aus der wie berichtet Murau/Kreischberg und Turrach ausbüxten, prognostiziert er Überleben: "Wir stehen zu hundert Prozent hinter ihr und Obmann Johann Pirer. Das Problem heißt Heimo Feiel", so Taffanek. Die beiden Verbände zurückzugewinnen, fände er dennoch schön und erstrebenswert - mit der Region Murau an sich hätte es ja nie Probleme gegeben: "Wir passen sehr wohl zusammen!"
Unterschiede.
Das sieht man beim Verband Gleinalm anders: "Die Interessen sind so unterschiedlich, dass man zu wenig Gemeinsamkeit entwickeln kann", meint Büromanagerin Angela Konrad, die der Abgang von Urlaubsregion-Geschäftsführerin Elisabeth Pirker traurig stimmt. Sie kenne Pirker schon länger, diese hätte einige Ansätze für höhere Nächtigungszahlen im Ärmel gehabt. Aber wenn es nur Streitigkeiten gebe, gehe es nicht. Gleinalm-Obmann Karl Hirtler mutmaßt, dass beim finanzkräftigen Verband Murau/Kreischberg Solidarität gegenüber den Schwächeren nicht ausgeprägt sein dürfte. Gleiche Interessen hingegen würden die nun vereinten fünf Gemeinden vertreten: Wanderregion, Almhütten, der künftige Rachauer Baumwipfelweg, sanfter Tourismus.















