29-jährige Steirerin wegen Totschlags zu drei Jahren verurteilt
Die Angeklagte erstach ihren Ehemann nach heftigem Streit. Sie erbat sich Bedenkzeit. Urteil ist nicht rechtskräftig.
Mit blutverschmierter Kleidung stand die 29-jährige Kapfenbergerin im Mai dieses Jahres vor der Tür ihrer Freundin. Mit dem Satz "Schreck dich nicht, ich glaube, ich habe ihn umgebracht" auf den Lippen. Sie hatte. Mit 13 kräftigen Messerstichen - drei davon tödlich - brachte die Kapfenbergerin ihren Ex-Lebensgefährten um. Und zwar im Affekt nach einem Streit, bei dem sie heftige Misshandlungen über sich ergehen lassen musste.
Totschlag. Am Dienstag musste sich die junge Frau am Straflandesgericht Leoben wegen Totschlages verantworten. Sie bekennt sich schuldig. Fast ohne Einschränkungen: "Ich wollte ihn nicht töten. Es tut mir sehr leid. Ich will nur, dass ich nicht wieder ins Gefängnis hineinkomme. Ich will für meine Kinder da sein", erklärt sie vor Richter Harald Stellwag.
Angst und Panik. "Aber warum die vielen Stiche? Wenn Sie nur aus der Wohnung entkommen wollten", fragt Richterin Sabine Anzenberger. "Vor lauter Angst und Panik. Ich habe Todesangst gehabt", entgegnet die 29-Jährige. Bei einer Einvernahme habe sie angegeben, sie habe ihren Ex-Freund töten müssen, damit er ihr und ihren Kindern nichts antun könne. "Stimmt nicht", meinte die Kapfenbergerin nun vor Gericht.
Drei Jahre Haft. Drei Jahre Haft unter Anrechnung außerordentlicher Milderungsgründe. Trotz allem wiege das "sehr gewalttätige Vorgehen" enorm, betonte Richter Stellwag. Bedenkzeit, Urteil nicht rechtskräftig.















