"Null Toleranz" der Polizei gegen jugendliche Störer in Leoben
Leobener Polizei nimmt Jugendliche, die am Hauptbahnhof Passanten belästigen, stärker ins Visier. KPÖ Leoben fordert einen Streetworker.

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Es vergeht kaum ein Tag, an dem sich nicht betrunkene Burschen und Mädchen im Leobener Bahnhofsgebäude treffen, grölend Leute anpöbeln, dumme Nazisprüche loslassen und sogar gegen die Polizei patzig werden, wenn diese endlich nach viel zu langer Zeit kommt", kritisiert Elfriede Egger, Leobener KP-Gemeinderätin. Ihr seien bereits von mehreren Seiten Hinweise von Menschen zu Ohren gekommen, die sich über das Verhalten von Jugendlichen im Bahnhofsgebäude beschweren und Sorge äußern. "Es ist unverständlich, warum man keine andere Handhabe gegen solche Jugendliche hat, als sie zu ermahnen", so Egger.
Streetworker gefordert.
Es sei dringend notwendig, in Leoben Streetworker zu beschäftigen: "Auch in Konsequenz auf die jüngsten Vorkommnisse mit gewalttätigen Jugendlichen. Man muss doch jede Möglichkeit ergreifen, um den jungen Menschen Hilfe zu bieten und andere Wege zu zeigen." Egger verweist auf Städte wie Judenburg, Knittelfeld, Murau, Zeltweg, Bruck und Kapfenberg, wo überall Streetworker im Einsatz seien: "Diese Streetworker sind Ansprechpartner auf jenen Plätzen, wo sich die Jugend trifft."
Unterstützung dringend nötig.
Sie habe in einer Gemeinderatssitzung wegen einer Anstellung eines Streetworkers eine Anfrage gestellt: "Das wurde von der großen Rathausfraktion aber abgelehnt. Ich bin aber trotzdem der Meinung, dass wir einen Streetworker brauchen. Eine Stadt wie Leoben, die immer betont, viel für die Jugend zu tun und die ein tolles Jugendleitbild erarbeitet hat, muss sich diese wichtige Unterstützung für die, wie ich meine, emotional verwahrlosten Kinder einfach leisten", meint Egger abschließend.
Nicht verniedlichen.
"Das Problem am Bahnhof war mir nicht bekannt. Ich glaube, dass wir eine gute Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei und der Jugendwohlfahrt der Bezirkshauptmannschaft haben. Bis jetzt waren die Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben, immer ausreichend", erklärt Anton Lang, Referent für Jugend und Sport im Gemeinderat. Man solle vorhandene Ressourcen nützen, bevor man über die Installierung eines Streetworkers nachdenke: "Ich möchte das Problem sicher nicht verniedlichen. Wenn es aber wirklich notwendig sein sollte, habe ich auch gegen einen Streetworker nichts", hebt Lang hervor. Bei akuten Vorfällen müsse sowieso die Polizei einschreiten.















