LeobenImagepolitur für die Obersteiermark

Mit einem groß angelegten Imageprojekt soll die Obersteiermark ihren Ruf als Krisenregion nach außen und nach innen abschütteln.

Günther Ogris, Jochen Werderitsch, Michael Schickhofer, Valerie Böckel und Kurt Wallner (v.l.) © Andrea Walenta
 

„Die Obersteiermark ist die Zukunftsregion Österreichs“, betont Landeshauptmannstellvertreter Michael Schickhofer, der in Leoben eine große Imagekampagne für die Obersteiermark einläutet. Das Motto soll heißen: „Kofferpacken und in die Obersteiermark ziehen, denn hier gibt es viele Arbeitsplätze und eine hervorragende Lebensqualität“, erklärt Schickhofer. Ziel sei es, Fachkräfte aus der ganzen Welt zu rekrutieren, die bereit seien, in die Region zu ziehen. Er richte auch einen Appell an alle Steirer in Wien, wieder in die Obersteiermark zurückzukehren, weil man nicht nur die besten Arbeitsplätze finde, sondern auch gut verdienen und mit seiner Familie hier glücklich leben könne.

Eine Lanze

Auch Leobens Bürgermeister Kurt Wallner bricht eine Lanze für die Obersteiermark. In den 90er-Jahren habe man nur von der Krisenregion Obersteiermark gesprochen. „Nun ist es an der Zeit, dass man uns als jene Region sieht, die wir sind“, meint Wallner. Hochtechnologie, Wissenschaft und Forschung sowie grüne Umwelt seien nun die Markenzeichen. „Es gibt noch Stellschrauben, an denen wir drehen müssen. Zum Beispiel an der Gestaltung des Murraumes“, erklärt Wallner. Konkret gehe es darum, einen Rad- und Gehweg entlang der Mur durch das gesamte Stadtgebiet zu gestalten.

Strategie

Und Regionalmanager Jochen Werderitsch legt nach: „30 Jahre schlechtes Image sind genug.“ Deshalb starte man jetzt für die nächsten zwei Jahre eine Imagekampagne nach außen und nach innen. Diese werde etwa 500.000 Euro kosten. Projektmanagerin Valerie Böckel erklärt, dass zu Beginn der Kampagne nun die Strategieentwicklung stehe, ehe es zur Umsetzung komme. Die Konzepterarbeitung soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein. An Bord geholt habe man auch den Marktforschungsspezialisten Günther Ogris vom Sora-Institut. „Ich werde die Obersteiermark in ihrem Aufbruch begleiten. Als Außenstehender hat man den Vorteil, nicht in die internen Diskussionen und Sichtweisen involviert zu sein“, so Ogris. Er sehe in der Region aber starke Potenziale.

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