Zugunglück in NiklasdorfLokführer konnten noch immer nicht befragt werden

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Gemeingefährdung mit Todesfolge - Zugverkehr großteils wieder aufgenommen.

Am Dienstag wurde mit der Bergung der Züge begonnen © Michael Wappl
 

Die Untersuchungen nach dem Zugsunglück am Montag in Niklasdorf laufen nach wie vor auf Hochtouren. Die Staatsanwaltschaft Leoben ermittelt wegen Gemeingefährdung mit Todesfolge. Die Lokführer der beiden seitlich kollidierten Züge konnten noch nicht befragt werden, erklärte ÖBB-Sprecher Roman Hahslinger am Donnerstag. Zur Unglücksursache gab es bisher keine offizielle Auskunft.

Der Fernzug von Graz nach Saarbrücken war Montagmittag mit einem Regionalzug zusammengestoßen. Dabei wurde eine 58-jährige Frau getötet, eine Person schwer und 27 Menschen leicht verletzt. Das Obduktionsergebnis liegt laut Staatsanwaltschaft noch nicht vor, über die genaue Todesursache der Frau kann also vorerst nur spekuliert werden. Ein Ergebnis könnte aber am Freitag vorliegen. Ermittelt wird, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Carolin Weissenbacher, nicht nur wegen Gemeingefährdung mit Todesfolge, sondern zusätzlich wegen fahrlässiger Körperverletzung.

 

Bergung des Unglückszuges

Nach ersten Erkenntnissen soll der Regionalzug zu früh losgefahren sein, wodurch es zu dem Zusammenstoß kam. Die beiden Lokführer konnten bisher nicht befragt werden, da sie sich noch in medizinischer Behandlung befanden, sagte Hahslinger. Ihre Mobiltelefone dürften zur Auswertung beschlagnahmt worden sein.

Die Aufräumarbeiten sind großteils abgeschlossen, seit Mittwochabend fahren die Fern- und Nachtzüge wieder planmäßig. Bis 2. März wird es allerdings noch für einzelne Züge des Personennahverkehrs einen Schienenersatzverkehr auf den Strecken Kapfenberg-Leoben und Bruck-Leoben geben, hieß es seitens der ÖBB.

 

Zwischen 22 Uhr und 8 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

max13
2
0
Lesenswert?

Warum können die beiden Lokführer nicht befragt werden?

Waren sie unter den Verletzten oder versuchen die öbb was zu verschleiern?

Antworten

Bei der Erstellung von Kommentaren haben Nutzer rechtliche Bestimmungen (z. B. Privat-, Strafrecht), die Netiquette und Forenregeln einzuhalten. Was wir in diesem Forum nicht dulden: Beschimpfungen, Verspottungen, Belästigungen, Ehrbeleidigungen, Verhetzung, Diskriminierung in jedweder Form, Rassismus, Aufrufe zu Gewalt oder gar Selbstjustiz. Beiträge, die diesen Bestimmungen zuwiderlaufen, werden bei Kenntnis gelöscht, Nutzer im Wiederholungsfall gesperrt. Zudem behalten wir uns die stundenweise oder völlige Schließung von Foren vor. Wir weisen Sie darauf hin, dass wir auch keine Links zu anderen Websites akzeptieren.
Als Nutzer stimmen Sie der Speicherung der von Ihnen angegebenen Daten (Stamm-, Verkehrsdaten, etc.) ausdrücklich zu. Die angegebenen Daten werden an staatliche Stellen (z. B. Polizei, Gericht) bei Untersuchung von vom Nutzer verbreiteten Materialien, oder sonst vorgenommenen ungesetzlichen Aktivitäten, weitergegeben. Weiters werden angegebene Daten (Name und Adresse) an sonstige Dritte bei Verletzung von Rechten oder sofern deren Rechtsverletzung nachvollziehbar behauptet wird (zB gem. § 18 Abs. 4 ECG), weitergegeben. Mit der Erstellung von Kommentaren stimmen Sie dem ausdrücklich zu und verzichten auf die Geltendmachung von jeglichen Ansprüchen. Siehe dazu auch unsere Forenregeln/Betriebsbedingungen in den AGB.